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Ratingen: "Gesund älter werden"

Ratingen : "Gesund älter werden"

Wie hält man sich fit, wenn die Jahre vergehen, und was kann jeder selbst tun, um sich vor Krankheiten zu schützen? Um diese wichtigen Themen geht es bei dem RP-Ratgeber im Angersaal der Stadthalle.

Die Deutschen werden immer älter: Jeder zweite Mann feiert laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden inzwischen wenigstens den 80. Geburtstag, jede zweite Frau erlebt sogar ihren 85. Das sind einerseits rosige Aussichten, andererseits stimmen sie bedenklich: Denn mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, krank oder immer unbeweglicher zu werden. Muss das sein? Welche Mittel und Wege gibt es, die Lebensfreude möglichst lange zu erhalten und dennoch nicht auf den Genuss zu verzichten?

Drei Experten antworten

Antworten auf diese Fragen halten die drei Experten des RP-Ratgebers "Gesund älter werden" in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) am Mittwoch, 21. März, parat. Dann geht es von 18 bis 20 Uhr im Angersaal der Stadthalle Ratingen, Schützenstraße 1, um die wichtigen Aspekte Ernährung, Bewegung und seelische Gesundheit. Im Anschluss an die Referate der Mediziner haben die RP-Leser die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen.

"Nicht jede Vergesslichkeit ist gleich Demenz", beruhigt die Ratinger Psychotherapeutin Monika Schröder-Kleindienst. Sie wird in ihrem Vortrag zum Thema "Gehirnjogging & Co. — Fitness für die grauen Zellen" an praktischen Beispielen erläutern, wie jeder sich geistig fit halten kann. Die Expertin stellt entsprechende Strategien vor und klärt darüber auf, welche Faktoren bei der Entwicklung einer Demenz eine Rolle spielen können. "Das Gehirn ist wie ein Muskel, man kann es trainieren", lautet das Credo von Monika Schröder-Kleindienst.Wie der Körper insgesamt im Lauf der Jahre aktiv und beweglich bleibt, das erläutert der Ratinger Allgemeinmediziner Johannes Podlinski in seinem Vortrag. Dabei geht es zum einen darum, festzustellen, wie fit man ist und was sich mit Hilfe von Bewegung erreichen lässt — etwa eine Steigerung des Selbstwertgefühls. Zum anderen sagt Podlinski, welche Sportarten auch für (Wieder-)Einsteiger passend sind — und welche Möglichkeiten es gibt, selbst mit einer Erkrankung wie zum Beispiel Arthrose oder Bluthochdruck Bewegung in den Alltag zu integrieren.

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"Gesund ernähren und trotzdem genießen" hat Professor Stephan Martin, Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums in Düsseldorf seinen Vortrag überschrieben. "Jeder kann sich selbst darum kümmern, dass er keinen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleidet. Dafür muss keiner auf den Arzt warten", erklärt Martin.

Was nach seinen Worten nicht bedeutet, dass man nur von Wasser und Brot lebt, im Gegenteil: "Wer es gewohnt ist, rund sieben Tassen Kaffee pro Tag zu trinken, hat ein deutlich geringeres Risiko für Diabetes", sagt der Diabetologe, der bei der RP-Ratgeberveranstaltung auch über das Thema Vitamine und Vitaminpräparate informieren wird.

Darüber hinaus will er mit vielen Verboten aufräumen, die in den vergangenen Jahren über bestimmte Lebensmittel verhängt wurden. Mit welchen Ballaststoffen man gesund satt wird, warum mediterrane Kost so sinnvoll ist und welche Rolle Kaffee, Schokolade und Alkohol beim genussreichen Altern spielen — dazu erfährt das Publikum mehr durch die Erläuterungen von Prof. Martin. Frage des Tages

(RP)