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Homberg: Gemeinde wählt neues Presbyterium

Homberg : Gemeinde wählt neues Presbyterium

Nach den Querelen in den Bezirken Homberg und Knittkuhl ist der Weg nun frei für ein Leitungsgremium.

Nach Aufbruch und Neustart klingt das zwar noch nicht, aber immerhin: Die Kirchengemeinde Homberg, zu der auch der Bezirk Düsseldorf-Hubbelrath/Stratenhof/Knittkuhl gehört, soll sich nach einer turbulenten Phase mit anschließender Problem-Aufbereitung durch den eingesetzten Bevollmächtigtenausschuss (BVA) endlich personell konsolidieren. Dies bedeutet: Am 6. April 2014 wird nach langer Vakanz endlich ein neues Presbyterium gewählt. Der Kreissynodalvorstand (KSV) des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann hat nun den Weg für Neuwahlen freigemacht. Nach der Auflösung des alten Gremiums im Januar 2012 hatte der BVA unter der Leitung von Pfarrer Jürgen Artmann die Gemeindeleitung übernommen. Wichtigstes Ziel des BVA: Man wollte Strukturen schaffen, die den konstruktiven Neustart eines Presbyteriums ermöglichen. Nun scheint dieser Zeitpunkt gekommen zu sein.

Davon sind Superintendent Frank Weber und Artmann jedenfalls überzeugt. Beide wissen sehr wohl: Der Kostendruck auf die Kirchengemeinde nimmt weiter zu — und dies hat auch Folgen für den Bereich Homberg und den Düsseldorfer Bezirk. So wird es zu den neuen Aufgaben des Presbyteriums gehören, den Pfarrdienst anders zu strukturieren — "dies unter Wahrung der Eigenständigkeit der beiden Gemeindebezirke", wie es in einem Papier heißt. Nach dem Weggang von Pfarrerin Eva Zoske und der Reduzierung auf eine Pfarrstelle für die Kirchengemeinde Homberg stehe man vor tiefgreifenden Veränderungen. Weber betonte, dass eine neue Besetzung der halben Stelle, die Zoske innehatte, nahezu ausgeschlossen sei. Die Frage der zukünftigen Gestaltung des Pfarrdienstes werde Weber in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden Ratingen, Hösel, Mettmann und Erkrath beraten.

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Dies bedeutet: Bis zur Klärung dieser Frage wird die gesamte Kirchengemeinde vorläufig von Pfarrer Michael Füsgen betreut. Dazu gehören die Kasualversorgung (Taufe, Trauung, Beerdigung), die Gottesdienste, die Konfirmandenarbeit und die Begleitung beider Kitas in Homberg und Knittkuhl. Das neue Presbyterium wird sich auch intensiv um den Immobilienbestand der Gemeinde kümmern müssen. Dieser Bereich müsse nachhaltig konsolidiert werden, heißt es, dies werde nicht ohne spürbare Einschnitte in den Bestand möglich sein.

Die Presbyter, die sich in der Kirchengemeinde zur Wahl stellen, werden für die Periode zwischen dem 6. April 2014 und Februar 2016 bestimmt. Ab Februar 2016 wird dann in Homberg wieder wie in allen anderen evangelischen Kirchengemeinden im regulären Rhythmus (alle vier Jahre) gewählt. Der KSV und der BVA schlagen der Kirchengemeinde eine paritätische Besetzung in beiden Bezirken der Kirchengemeinde vor: vier Presbyter für den Bezirk Homberg, vier Presbyter für den Bezirk Düsseldorf-Hubbelrath/Stratenhof/Knittkuhl. Die Landeskirche muss dieses Vorgehen allerdings noch bestätigen.

Pfarrer Füsgen betont, dass das Interesse in der Kirchengemeinde Homberg an der Wahl auf jeden Fall sehr groß sei.

Klar ist: Auf das neue Presbyterium wartet jede Menge Arbeit.

(RP)