Radverkehr : Radweg: Flatterband warnt vor Dornen

Der ADFC hat auf der zugewucherten Dechenstraße eine besondere Aktion gestartet.

Der Ärger über zugewucherte Radwege ist Jahr für Jahr groß. Nun schlägt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Ratingen Alarm. Im konkreten Fall geht es um den Radweg auf der Dechenstraße, der in Richtung Real-Markt gegenläufig zur Einbahnstraße führt. Mehrfach habe es Beschwerden über die in den Radweg hineinwuchernden Pflanzen am Fahrbahnrad gegeben, betonte der ADFC. Diese machten den Radweg teilweise unpassierbar und würden Radfahrer zwingen, in den Gegenverkehr auszuweichen.

Im April hatte der ADFC bereits auf den zugewachsenen Radweg aufmerksam gemacht und Dornentriebe mit Flatterband markiert, damit Radfahrer diese frühzeitig wahrnehmen und sich nicht verletzen. Nachdem ein Rückschnitt erneut ausgeblieben war, hat der ADFC Ratingen am 21. Juni nachgewachsene Zweige nochmals mit Flatterband versehen.

Der ADFC unterstrich: „Es ist schwer nachvollziehbar, warum der private Grundstückseigentümer nicht in der Lage ist, eigenständig einen regelmäßigen Rückschnitt zu organisieren. Stattdessen muss man ihn immer wieder an seine Pflicht erinnern, den Radweg freizuhalten.“ Es bleibe zu wünschen, dass nach der erneuten Aktion nicht wiederum Monate verstreichen müssen, bis die Verantwortlichen der Stadtverwaltung und des Grundstücks im Sinne der Sicherheit des Radverkehrs handeln und freie Radwege gewährleisten.

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Der ADFC weist darauf hin, dass es auf anderen Radwegen in Ratingen nicht viel besser aussieht. Für Radfahrer sei es eine nervende Situation, sich jedes Jahr von Neuem beschweren zu müssen, damit die Stadtverwaltung und Straßen.NRW tätig werden.

Die SPD-Fraktion hat bemängelt,   dass mit unterschiedlichen Straßenbaulastträgern die Pflege und Unterhaltung an Geh- und Radwegen sehr unterschiedlich ausfällt (die RP berichtete). „So ist es jedes Jahr aufs Neue ein Ärgernis“, urteilte Christian Wiglow, SPD-Fraktionsvorsitzender, „mit dem Durchstarten der Vegetation wachsen Radwege zu und sind de facto nur noch einspurig.“

Begegnungsverkehre seien kaum möglich und „zwingen einen Teil in Brennnesseln oder Brombeerranken“. Besonders schlecht ist aus Sicht der SPD die Situation an der Brachter Straße in Ratingen Ost, an der Mettmanner Straße und der Düsseldorfer Straße auf dem Weg nach Düsseldorf.

Dabei handele es sich um Landstraßen, der Landesbetrieb Straßen. NRW sei zuständig. Und der habe, so die SPD, seine eigenen Wartungsintervalle, die nicht immer mit den Problemlagen übereinstimmten, betonte der Politiker.

Aus diesem Grunde sei die Verwaltung schon mehrfach gebeten worden, zusammen mit den zuständigen Straßenbaulastträgern eine Lösung zu finden –  „bisher ohne durchschlagende Erfolge“.