Heiligenhaus: Freie Fahrt auf dem Alleenradweg

Heiligenhaus: Freie Fahrt auf dem Alleenradweg

Der erste Kilometer der neuen Trasse für Radler, Skater und Spaziergänger ist fix und fertig. Gestern machten sich eine Schülerschar und Ehrengäste auf den Weg von West nach Ost zwischen Hefelmann-Park und Bahnhofsgelände.

Unterm sonnengelben Pavillondach war es kühl, wer nicht drunterstand, bekam leichten Niederschlag ab. Trotzdem hatte der Beigeordnete Harald Flügge gestern – nur bedingt ernst gemeint – positive Zahlen zu vermelden: "Die Regenwahrscheinlichkeit soll von Donnerstag auf Freitag von 98 Prozent auf 48 Prozent abgenommen haben", kommentierte er augenzwinkernd.

Ohne sich darauf festlegen zu wollen, welchen Anteil die Verwaltung an dieser Entwicklung hatte. Wie auch immer: Es gab beim Termin auf der Brücke am Hefelmann-Park keinen Grund für verschnupfte Stimmung, sondern Anlass zum Feiern: Der erste Kilometer des Alleenradweges auf Heiligenhauser Stadtgebiet ist fix und fertig.

Unter die Ehrengäste aus Politik und Verwaltung, aus Velbert, Wülfrath und Mettmann, mischte sich eine große Zahl Schüler zu Fahrrad auf Rollern und Skates. Sie nahmen das neue, drei Meter breite Asphaltband sofort begeistert in Beschlag. Nicht zuletzt, weil Bürgermeister Dr. Jan Heinisch für das Ende der Ein-Kilometer-Tour in Richtung Bahnhof Gratis-Eis für alle in Aussicht stellte. Das kam an – ungeachtet aller Regenwahrscheinlichkeit.

Heinisch erinnerte daran, dass die Feier an geschichtsträchtiger Stelle im Hefelmann-Park stattfand: Die elf Meter hohe Brücke, Baujahr mutmaßlich 1915, wurde im Herbst 2009 für 130 000 Euro saniert. Dabei legte man besonderen Wert auf die Wiederherstellung der alten Geländer-Ornamente an dem 40 Meter langen Bauwerk.

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Auch solche Details sollen – wie auch am Viadukt Ruhrstraße – dafür bürgen, dass der Alleenradweg mit seiner Gesamtlänge von 25 Kilometern zu einem Magneten in Sachen Freizeitgestaltung und Touristik werden kann. Die insgesamt 25 Kilometer Weg in Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath sollen langfristig zur sogenannten "Dachmarke Panoramaradweg" gehören.

Ein weiterer markanter Punkt der Trasse ist die Waggonbrücke über die Bahnhofstraße. Die Idee werde inzwischen, wie Heinisch sagte, für die bundesweit laufende Ingenieurs-Kampangne "Kein Ding ohne Ing." genutzt. Mit dem ersten Kilometer Trasse sei man längst nicht am Ende, könne aber "zeigen, wohin wir uns bewegen wollen".

Die acht Kilometer auf Stadtgebiet sollen noch in diesem Jahr fertig werden. Dort, wo der Radweg über Brücken führt, bieten Schwellen mit dem Namen der darunter liegenden Straße Orientierung. Bisher sind es "Bahnhofstraße" und "Hefelmann-Park".

(RP)