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Heiligenhaus: Fotokunst rund um den Kaffeegenuss

Heiligenhaus : Fotokunst rund um den Kaffeegenuss

Der Abiturjahrgang der Gesamtschule stellt bis Januar in der Kaffeerösterei "Kult Kaffee" am Alten Bahnhof aus.

"Selbst überzeugte Teetrinker können sich bei diesen Fotos der Faszination für Kaffee kaum entziehen", sagt Kunstlehrerin Heike Kensy-Rinas in ihrer Eröffnungsrede zur neuen Ausstellung. "Kaffee und ich" lautete das Thema, zu dem sich die 45 Abiturienten der Gesamtschule in ihrem Kunstkurs Gedanken machen sollten, ihre Ergebnisse hielten sie mit der Fotokamera fest. 22 dieser Kunstwerke werden jetzt dort ausgestellt, wo der Kaffee in Heiligenhaus einen festen Platz hat: in der Kult Kaffee-Rösterei an der Westfalenstraße. Bis zum 26. Januar sind die Werke hier zu sehen, die im Kontrast zu den großen Grafiken stehen, die bereits hier hängen, und die die Heimatländer des Kaffees zeigen.

Nachdem die Gesamtschule und das Café bereits bei einem Englisch-Projekt zusammen gearbeitet haben, ist die Ausstellung nun das erste und längerfristige Kunstprojekt. Eine weitere Zusammenarbeit könne man sich gut vorstellen, sagt Betreiberin Alexandra Liebergall. Als unkompliziert empfand auch Lehrerin Stephanie Werner die Zusammenarbeit. "Die Stadtbücherei hat uns dankenswerterweise Staffeleien geliehen, so dass sich die Bilder nun sehr ästhetisch in die Optik der Rösterei einpassen." Die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs waren aufgefordert, Fotos zu erstellen, die persönliche Momentaufnahmen beim Kaffeetrinken, wie beispielsweise den Lieblingsort beim Genuss des Getränks, die typische Kaffeepause, den gedeckten Kaffeetisch zu Hause oder das Lieblingsgetränk zeigen. Jeweils zwei Bilder sind jeweils zu sehen. "Die Schüler haben das selbst komponiert." Die Bilder von Lara und Nicole zum Beispiel zeugen von der unterschiedlichen Herangehensweise an das Thema. Sie stehen auch im farblichen Kontrast zueinander. "Lara hat ihr sehr helles Bild mehrmals nachbearbeitet, bei Nicole sieht man, wie sie mit der Perspektive gespielt hat.

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Die Schüler haben sowohl mit Smartphone-Kameras gearbeitet als auch mit Spiegelreflex. Nicht immer kann man die Unterschiede da auf den ersten Blick sehen", sagt Werner. Die Bilder gehen in die Benotung ein. "Das Medium Fotografie wird im Abitur vorkommen. Zum Beispiel zum Thema Foto-Künstler Andreas Gursky. Mit der praktischen Arbeit machen die Schüler zudem einen Exkurs in die digitale Bildbearbeitung. Es geht um Bildausschnitt, Perspektive und nicht zuletzt auch um die Beschäftigung mit sich selbst und die Frage: Wie finde ich ein schlüssiges Konzept?" Gerade bei solchen Ausstellungseröffnungen komme ihr immer wieder in den Sinn, dass sie bei ihrer Berufswahl doch richtig gelegen habe. "Es ist ein Privileg, mit solch engagierten Schülern zu arbeiten."

Dass es in der Rösterei auf Sicht ein Veranstaltungsprogramm geben solle, hatte Betreiber Uwe Liebergall schon zur Eröffnung des Hauses im Juli angekündigt. Ausflügler und Gäste erreichen die Rösterei am Panoramaradweg bequem.

(sade)