Ratingen: Förderschule schließt wegen Krätze

Ratingen: Förderschule schließt wegen Krätze

An der Helen-Keller-Schule gibt es aktuell mindestens 50 Fälle.

An der Helen-Keller-Förderschule des Kreises Mettmann in Ratingen sind zahlreiche Schüler, aber auch Teile des Personals an Krätze erkrankt. Insgesamt muss derzeit von mindestens 50 Krankheits- bzw. hochgradigen Verdachtsfällen ausgegangen werden. Auch bei den übrigen Schülern und Beschäftigten ist zumindest ein Vorverdacht noch nicht auszuschließen, da die Inkubationszeit etwa vier Wochen beträgt.

Nach Beratung durch das Kreisgesundheitsamt und Rücksprache mit der Bezirksregierung haben sich die Schulleitung und der Kreis als Schulträger deshalb entschlossen, die Schule vorläufig zu schließen.

In der Regel werden Krätzemilben durch direkten Hautkontakt übertragen. Die Verbreitung in der Schule sei durch die Schulform und den Förder- und Pflegebedarf der Schüler begünstigt worden, hieß es.

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In der kommenden Woche sollen die winzigen Parasiten mittels einer Grundreinigung aus der Schule verbannt werden. Für die Behandlung der Erkrankten und die Überprüfung der Verdachtsfälle werden derzeit in Absprache mit der Schule gesonderte hautärztliche Untersuchungsangebote organisiert.

Mindestens bis zum 9. März wird die Schule geschlossen bleiben. Für alle erkrankten Schüler und auch das Personal gilt, dass der Schulbesuch erst nach abgeschlossener Behandlung und attestierter Freigabe wieder möglich ist.

Im Dezember des vergangenen Jahres musste die Caritas die Kita an der Schützenstraße wegen Krätze zeitweise schließen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Wie sieht Krätze aus?

(RP/kle)