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Ratingen: Flughafen-Chef kündigt Nachtflugreport an

Ratingen : Flughafen-Chef kündigt Nachtflugreport an

Christoph Blume antwortet in einem Schreiben auf den offenen Brief, den der Verein Bürger gegen Fluglärm veröffentlicht hat. Der Airport will im Internet über störende Verspätungen informieren.

Christoph Blume, Sprecher der Geschäftsführung des Flughafens "Düsseldorf International", will Bürger in den Anrainerstädten künftig so aktuell und umfassend wie möglich über störende Nachtflüge informieren. Der Diplom-Ingenieur kündigte in einem Schreiben an den Verein "Bürger gegen Fluglärm" einen sogenannten Nachtflugreport an, der auf der neu gestalteten Internetseite pro Quartal veröffentlicht werden soll.

"Mit dieser gelebten Transparenz möchten wir unterstreichen, dass Anwohnerschutz für uns kein Lippenbekenntnis darstellt", betonte der Airport-Chef. Man arbeite täglich daran, "die Situation für die Menschen unter den An- und Abflugrouten zu verbessern", heißt es in dem Schreiben, das der RP vorliegt.

Es könne jedoch immer mal wieder zu Störungen in dem hoch komplexen System Luftverkehr kommen, räumte Blume ein. Bei Wetterereignissen wie Schnee oder Gewitter, bei Streiks oder Personalmangel bei der Deutschen Flugsicherung in Langen könne der Flugplan "aus den Fugen" geraten, meinte Blume.

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Es sei das Ziel, Verspätungen, die zudem kostenintensiv seien, "im Sinne der Anwohner zu vermeiden", ergänzte Blume, der anfügte, dass ein hoher Anteil der Bürger in Ratingen, Meerbusch und Kaarst die Meinung vertrete, dass man Fluglärm in Kauf nehmen müsse, wenn man die Vorteile eines Flughafens für die Region nutzen will.

Dies habe eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "forsa" (Berlin) ergeben. Der Verein "Bürger gegen Fluglärm" hatte in einem offenen Brief betont, dass der Flughafen tagsüber nicht ausgelastet sei. Dieses Ergebnis habe eine Untersuchung des Instituts für Handelsforschung (IfH) Köln hervorgebracht.

Eine Ansetzung von Flügen in der Nacht sei folglich gar nicht nötig, um die Zahl der Passagiere konstant zu halten, betonte Christoph Lange, der Vorsitzende des Vereins. Er forderte, dass die für 2014 geplante drastische Gebührenerhöhung für Nachtflüge vorgezogen wird.

(RP/ac)