Heiligenhaus: Firmen helfen beim Gärtnern und Bauen

Heiligenhaus: Firmen helfen beim Gärtnern und Bauen

Die Schlüsselregion brachte bei einer Projektmesse Kindergärten, Schulen und Vereine mit Unternehmen zusammen.

Sonja Gräfingholt kann ihr Glück kaum fassen. Gerade mal zehn Minuten hat es gedauert, da hatte sie für die evangelische Kindertagesstätte Hetterscheidt bereits zwei Partner gefunden, die beim Anlegen eines Hochbeetes und einer Kräuterschnecke helfen wollen. Die dritten Interessenten musste sie Dienstagnachmittag schweren Herzens weiter schicken, denn am Aktionstag Ende Juni werden bereits reichlich Helfer zur Verfügung stehen.

Symbolisch stellten die Einrichtungen vor, welches Projekt sie in Angriff nehmen wollen. Foto: Blazy Achim

Zum zweiten Mal hat die Schlüsselregion Niederberg einen Aktionstag ausgerufen, an dem Unternehmen aus Heiligenhaus und Velbert gemeinnützigen oder sozialen Einrichtungen aus der Region bei der Erfüllung eines langgehegten Wunsches tatkräftig helfen. Denn Sinn des Projektes ist es, "ohne finanzielle Hilfe zusammen etwas zu machen", fasste Dr. Thorsten Enge" Geschäftsführer der Schlüsselregion, zusammen. Am Dienstag stellten 52 Einrichtungen mit 103 Projekten in der Aula des Immanuel-Kant-Gymnasiums ihre Projekte an Ständen vor. Rund 50 Unternehmen konnten sich dann aussuchen, mit wem sie am Aktionstag zusammen arbeiten möchten.

Viele hatten sich schon vor der Projektmesse entschieden, wem sie helfen wollen. Die Einrichtungen nämlich hatten ihre Vorhaben schon vorab auf der Webseite der Schlüsselregion veröffentlicht und genau beschrieben, wofür sie Hilfe benötigen. Deshalb kamen die Stadt Heiligenhaus und Sabine Degner von der gleichnamigen GmbH & Co. KG auch gezielt auf Sonja Gräfingholt zu. "Für unsere Azubis ist das ein guter Einsatz", sagte Bürgermeister Dr. Jan Heinisch als oberster Dienstherr der Stadtverwaltung. Profitieren werden davon die Kinder der Hetterscheidter Einrichtung, die künftig aus dem eigenen Hochbeet ernten können.

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Auch die evangelische Kirchengemeinde wurde schnell handelseinig, und zwar mit der Firma Hülsbeck und Huf. Die wird einen Schaukasten an der Arche anbringen, in dem künftig die Informationen für alle sichtbar ausgehängt werden können. Der Velberter Betrieb ist in der Metallbranche tätig. "Da passt dieses Projekt gut", sagte Ausbildungsleiter Peter Kemsies, der am Aktionstag vor allem die Azubis einbinden möchte.

Auf Partnersuche war dagegen noch das Immanuel-Kant-Gymnasium für sein Projekt "grünes Klassenzimmer". Um den Unterricht draußen schöner und bequemer zu gestalten, sollen Tische und Bänke aus Holz angefertigt werden. "Hinter dem Projekt steht die ganze Schule", sagte Jennifer Ölsch. "Das wird auch umgesetzt, wenn wir keinen Partner finden sollten."

Zwei Schritte weiter war da schon das evangelische Familienzentrum aus Velbert. Gleich für zwei Projekte hatte Ursula Liensdorf Partner finden können. So wird am 30. Juni das Gartenhaus gestrichen - "diesmal nicht in Braun, sondern kunterbunt". Außerdem wird die Firma Ces den gewünschten Barfußpfad anlegen. Die von beiden Partnern unterschriebenen Kooperationsverträge sammelte die Schlüsselregion am Ende ein. Nach der Auswertung zog die Schlüsselregion gestern eine erste Bilanz: Mehr als 60 Projekte können am 30. Juni realisiert werden. Einige Projekte suchen aber noch Mitstreiter. Diese können interessierte Unternehmen auf "www.aktionstag-schluesselregion.de" einsehen. "Wer noch mitmachen möchte, kann sich gern an uns wenden", so Thorsten Enge.

(RP)