Ratingen: Feuerwehr übt Einsatz in Flammen

Ratingen : Feuerwehr übt Einsatz in Flammen

Training und Übung für den Ernstfall gehören zur obersten Pflicht der Feuerwehrleute. Und so ging es – nur wenige Stunden nach dem Großbrand in einem Recyclingbetrieb – schon wieder um kritische Situationen.

Training und Übung für den Ernstfall gehören zur obersten Pflicht der Feuerwehrleute. Und so ging es — nur wenige Stunden nach dem Großbrand in einem Recyclingbetrieb — schon wieder um kritische Situationen.

Auf dem Gelände der Hauptfeuer- und Rettungswache stand eine Brandsimulationsanlage bereit, um die Mitarbeiter der Feuerwehr fortzubilden. Die mobile Brandübungsanlage stellt viele unterschiedliche Szenarien bereit, die Einsatzkräfte beherrschen müssen. Unter anderem müssen in dem Übungsdurchgang ein brennendes Gefahrstofffass, ein brennender Motor, ein Zimmerbrand und eine brennende Gasflasche gelöscht werden.

Dabei stehen das richtige taktische Vorgehen und die Wahl der Löschtechnik im Vordergrund. In einer abschließenden Übung wird im Brandcontainer ein sogenannter Flash-over erzeugt. Bei diesem gefährlichen Phänomen steht aufgrund verschiedener chemischer und physikalischer Vorgänge ein Raum schlagartig in Flammen. Dieses Szenario stellt eine besondere Herausforderung dar und muss deshalb früh erkannt und bekämpft werden.

In der mobilen Übungsanlage kann diese Durchzündung kontrolliert dargestellt werden. Die Ausbilder haben genug Zeit, den Teilnehmern ausführlich zu erklären, wie sie auf diese drohende Gefahr zu reagieren haben. Im Ernstfall bleiben nur Sekundenbruchteile, um richtig zu agieren. Da die Feuerwehr Ratingen sechs ausgebildete Trainer hat, konnten rund 60 Feuerwehrleute ausgiebig geschult werden.

Zurzeit ist eine komplette Aus- und Fortbildung der Feuerwehrleute im Kreis Mettmann nicht gesichert, da die ehemalige Wärmegewöhnungsanlage des Kreisfeuerwehrverbandes nicht mehr betrieben werden kann. Die Feuerwehren im Kreis sowie die Kreisverwaltung und die Stadt Ratingen bemühen sich zurzeit, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, damit die Feuerwehrleute auch weiterhin umfassend aus- und fortgebildet werden.

(RP/kle)
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