Ungewöhnlicher Einsatz: Feuerwehr rettet 160 Kilogramm schweren Mann

Ungewöhnlicher Einsatz : Feuerwehr rettet 160 Kilogramm schweren Mann

(RP) Es war ein ungewöhnlicher Einsatz, der neben spezieller Technik auch die Flexibilität der Einsatzkräfte forderte: Zur Unterstützung des Rettungsdienstes musste am frühen Mittwochabend der Feuerdienst der Feuerwehr Ratingen mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und der Drehleiter alarmiert werden.

Was war an diesem Abend genau passiert? Ein rund 160 Kilogramm schwerer Patient hatte in einem Dachgeschosszimmer eines Einfamilienhauses einen internistischen Notfall erlitten. Das Zimmer konnte nur über eine Wendeltreppe erreicht werden.

Da der Patient nach rettungsdienst- und notärztlicher Versorgung nur liegend transportiert werden konnte, wurde zunächst überlegt, mit Hilfe der Drehleiter den Patienten aus dem Haus zu transportieren.

Man erkannte aber schnell, dass dies nicht möglich war, da das Haus für den Drehleitereinsatz zu weit von einer sicheren Aufstellfläche an der Straße entfernt lag. Der gleichzeitig alarmierte Einsatzführungsdienst der Feuerwehr, der mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug ausgerückt war, entschied sich für eine außergewöhnliche Maßnahme.

So demontierte man Teile des Treppengeländers der Wendeltreppe: Der Patient konnte mittels einer Schleifkorbtrage durch die so entstandene Lücke herabgelassen werden. Er wurde vor dem Haus vom Rettungsdienst übernommen, der ihn nach einer Versorgung schließlich in ein Krankenhaus nach Essen transportierte.

Im Einsatz waren der Rettungsdienst Ratingen/Heiligenhaus, ein Notarzteinsatzfahrzeug der Berufsfeuerwehr Düsseldorf sowie die Berufsfeuerwehr Ratingen.