Lintorf: Feinstes "Dönerwetter"

Lintorf: Feinstes "Dönerwetter"

"Einmal mit alles" – das ist der Untertitel der Programme von Volkan Erik mit seinen Gästen. Diesmal war in der Manege unter anderem das Duo "Laut und Lästig" – Bruno Schmitz und Didi Jünemann dabei.

Die rund 120 Karten waren ausverkauft. Das lag nicht an den leckeren Dönern, die am Rande der Veranstaltung extra für hungrige Besucher frisch zubereitet wurden – und die den Titel der neuesten Show von Volkan Erik "Dönerwetter – einmal mit alles" geruchlich so herrlich untermauerten.

Es war wieder einmal so weit. Der beliebte deutsch-türkische Kabarettist aus West lud zum sechsten Mal zu einer rund zweistündigen Show ein, die er selbst moderierte und für die er erneut in diverse Rollen schlüpfte. Erneut teilte sich Erik die Bühne gerne mit anderen Künstlern, mit denen zusammen er für einen heiteren Abend mit mal deftigen, mal humoristischen und mal nachdenklich stimmenden Einlagen sorgte. Zum Beispiel mit dem aus der Kölner Stunksitzung bekannten und beliebten Duo "Laut und Lästig" – Bruno Schmitz und Didi Jünemann, der unter anderem freitags beim Sender WDR 2 die beliebte "Frühstückspause" moderiert. Auf der Bühne der Manege schlüpfte Jünemann unter anderem in die Rolle eines Bundeswehr-Unteroffiziers, der mit spitzer Zunge sein Leid über den Armeealltag – nun auch umgeben von weiblichen Soldatinnen – klagte. Sein Partner Schmitz, der in Ratingen an der Organisation der Zelt-Zeit beteiligt ist, brillierte indes unter anderem als Tagesschausprecher oder auch "Bauer sucht Frau"-Kandidat.

Geplagte Lehrerin

  • Emmerich : Marx und Engels: "Laut & Lästig"

Neben den beiden Pionieren des Musikkabaretts schaffte es auch Alice Zikeli von den "Westhäkchen" in ihrer Rolle als verständnisvolle – und ach so geplagte – Lehrerin Sandra Sanft das Publikum zu begeistern. Als weiterer Stammgast erschien Tachi Ceyik, der als "Puff Baba" philosophische Texte und Lieder vortrug. Zusammen mit Volkan sorgte deren gemeinsames Stück "Mutter Türkei" für Stille und Gänsehaut bei den Zuhörern. "Mit dem Stück wollten wir gemeinsam auf die Zerrissenheit vieler hier lebender, junger Türken aufmerksam machen", erklärte der in Ratingen geborene Volkan Erik im Anschluss den Hintergrund des Stückes. "Ich habe selbst immer wieder festgestellt, dass du immer einer von drüben bist, egal ob du dich gerade in der Türkei oder in Deutschland aufhältst."

Gelungene Kombination

Heiner van Schwamen fand besonders die Kombination des "eher sanften Volkan" und dem etwas "härteren Tachi" sehr gelungen. "Tachi war immerhin einer der ersten deutschen Hip-Hopper und tritt mittlerweile in der bekannten Jazzkantine in Braunschweig auf." Erik und seine Gäste, zu denen auch das Prinzenpaar des diesjährigen Karnevals Angela und Detlef Parr als gut gelaunte Interviewpartner gehörten, schafften erneut, das Publikum zu begeistern.

(RP)
Mehr von RP ONLINE