Ratingen : FDP will neue Fahrradboxen für die City

Ratingen : FDP will neue Fahrradboxen für die City

Pläne der Politik: Auf einem Pkw-Parkplatz an der Wallstraße soll es einen überdachten Abstellplatz für Räder geben.

Die Diskussion um die Neugestaltung der Wallstraße nimmt Schwung auf – und dies im wahrsten Wortsinn. Denn es geht auch ums Rad. Die SPD hatte die Umwandlung des Parkplatzes am Beamtengäßchen in einen überdachten Abstellpatz für Fahrräder beantragt (die RP berichtete bereits). Dies scheint der FDP-Fraktion in Zeiten boomender E-Bikes und Pedelecs aber nicht weit genug zu gehen. Akkubetriebene Fahrräder benötigen im Sommer einen Schutz vor Hitze und im Winter vor starker Kälte, zudem die Möglichkeit, aufgeladen zu werden, argumentieren die Liberalen. Deshalb hält man es für sinnvoll, am Standort Wallstraße/Beamtengäßchen zusätzlich gesicherte Abstellboxen mit Lademöglichkeit zu installieren.

Weitere Standorte für solche Boxen sollen im Bereich der Innenstadt geprüft werden. Das Medienzentrum, der Parkplatz Kirchgasse und das Umfeld des Arkadenhofs könnten nach Ansicht der Liberalen in Frage kommen.

Es sei auch zu prüfen, zu welchen Kosten mobile Abstellboxen zu beschaffen sind. Bei Großveranstaltungen in der Innenstadt werden Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und E-Bikes immer wieder gesucht, meint die FDP. Dies betrifft vor allem Veranstaltungen wie den Bauernmarkt, den Fischmarkt oder das Ratingen-Festival. „Wir beantragen deshalb die Kosten für die Anschaffung von mobilen Fahrradboxen zu prüfen“, heißt es in einer Mitteilung der Fraktion.

Da es in Zukunft auch zu einer verstärkten Nutzung von E-Tretrollern kommen wird, bittet die FDP die Verwaltung zu prüfen, welche Möglichkeiten zum Abstellen und auch zum Aufladen dieser Fortbewegungsmittel existieren und welche Standorte für die Innenstadt sinnvoll und geeignet sind.

Neben dem umweltschonenden Verkehr in der Innenstadt geht es auch um die Neugestaltung in Teilbereichen, dazu gehört vor allem die Wallstraße: Zwei große Schritte ist das zentrale Großprojekt „Wallhöfe“ vorangekommen. Der Rat beschloss die öffentliche Auslegung des so genannten „Vorhabenbezogenen Bebauungsplans“. Und das Parlament gab grünes Licht für den Verkauf des Hertie-Grundstücks an den Projektentwickler Tecklenburg. Dieser errichtet anstelle des ehemaligen Hertie-Hauses in aufgelockerter Form fünf Gebäude mit Einzelhandel und Wohnungen.

Zudem wird zwischen den neuen Häusern ein direkter Fußweg zwischen Busbahnhof Düsseldorfer Platz und Fußgängerzone geschaffen. Die hauseigene Tiefgarage wird verbunden mit einer weiteren, städtischen Tiefgarage südlich der Wallstraße.

Auch dafür traf der Rat eine wegweisende Entscheidung: Die Zufahrt zu den Tiefgaragen erfolgt über die Wallstraße, die Ausfahrt aber ausschließlich über den Düsseldorfer Platz, um keinen zusätzlichen Verkehr auf die Wallstraße zu ziehen. Wie Jochen Kral, der Technische Beigeordnete, mitteilte, steht der Abriss des alten Hertie-Hauses bevor. Es seien noch ein paar letzte vertragstechnische Inhalte zu klären, betonte der Planungsdezernent. Klar ist, dass man den Verkehr auf der Wallstraße eindämmen will. Und dazu gehört auch die Möglichkeit, mehr Platz für Radfahrer zu schaffen.

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