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Ratingen: FDP steht zum Förderverein

Ratingen : FDP steht zum Förderverein

Nach dem Rausschmiss des Fördervereins aus dem Jugendzentrum Manege forderte die FDP-Fraktion einen neuen Kooperationsvertrag. Sorge um die "erfolgreichen und beliebten Veranstaltungen" der Ehrenamtler.

Nach CDU und BU hat sich nun auch die FDP in Sachen Förderverein Manege zu Wort gemeldet. Während CDU und BU vor allem die Beibehaltung der Angebote fordern, will die FDP den Förderverein erhalten. Die Verwaltung solle einen neuen Kooperationsvertrag vorlegen. Dezernent Rolf Steuwe (CDU) hatte den Kooperationsvertrag gekündigt und damit, so der Verein, den Ehrenamtlichen die Möglichkeit genommen, die noch ausstehenden 165 000 Euro für den vom Verein bisher komplett finanzierten Manege-Anbau durch Veranstaltungen zu erwirtschaften. Nun wird wohl der Steuerzahler über eine Bürgschaft der Stadt zur Ader gelassen.

Christian Lang, Werner Uferkamp und Tim Jope in einem Antrag an den Bürgermeister: "Die Manege ist bei Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen eine beliebte Einrichtung in Lintorf. Aus Sicht der FDP-Fraktion muss alles unternommen werden, um die Zukunft der Manege als auch die vom Förderverein initiierten erfolgreichen und beliebten Veranstaltungen in der Manege zu sichern und fortzuführen. Beispiele sind der Aelterntanz (Ü30-Party), die Beachparty, aber vor allem die kulturellen Bildungsveranstaltungen, wie Kunstkurse für Kinder und Jugendliche."

Da sich die Verwaltung weigere, die Leitung für das Museum und auch die halbe Stelle für die Museumspädagogik zügig zu besetzen und somit die Einrichtung der Jugendkunstschule verzögere, entstehe gerade im Bereich der Jugendkulturförderung und -bildung durch die Kündigung des Kooperationsvertrages ein noch größeres Loch. Das gelte es zu verhindern, so die FDP-Fraktion. Für die nächste Sitzung des Bezirksausschusses Lintorf/Breitscheid beantragte die FDP, dass die Verwaltung "detailliert die Gründe für die Kündigung des Kooperationsvertrages mit dem Förderverein" offenlegt.

Dabei solle die Verwaltung vor allem darauf eingehen, warum die Entscheidung gerade zum jetzigen Zeitpunkt getroffen wurde, weil die ausstehende letzte Rate an die Stadt schon über ein Jahr fällig gewesen sei. "Des Weiteren fordern wir die Verwaltung auf darzulegen, wie die Zukunft der Manege Lintorf gestaltet werden kann, ohne dass die beliebten Veranstaltungen der Manege wegfallen, wenn es bei der Kündigung des Kooperationsvertrages bleiben sollte. Vor allem ist es wichtig, dass die in Kürze stattfindenden Veranstaltungen, Schützenfest, Aelterntanz und das Dorffest mit Hilfe des Fördervereins ausgerichtet werden können", so Jope weiter. Die Verwaltung solle beauftragt werden zu prüfen, ob es die Möglichkeit eines neu ausgestalteten Kooperationsvertrags mit dem Förderverein geben kann. Hierzu seien "unverzüglich Verhandlungen mit dem Förderverein aufzunehmen".

Lang, Uferkamp und Jope: "Wir fordern die Verwaltung weiterhin auf, ein Konzept zu erarbeiten, mit dem es dem Förderverein möglich gemacht werden kann, die Schuldenlast in Höhe von 165 000 Euro durch verträgliche Ratenzahlungen abzubauen."

Dies liege im Interesse von Steuerzahler und Förderverein. Immerhin habe der Verein bereits knapp 900 000 Euro in die Immobilie investiert, so die FDP.

(RP)