Politik : FDP: Kritik an freier Dezernenten-Stelle

Politik : FDP: Kritik an freier Dezernenten-Stelle

Fraktionschefin Hannelore Hanning wird nicht mehr bei der Kommunalwahl antreten.

Da war mächtig was los beim traditionellen Neujahrsempfang der FDP im Ratinger Brauhaus – sowohl in personeller als auch in politischer Hinsicht. Kernbotschaft: Mit den Liberalen ist bei der Kommunalwahl 2020 zu rechnen. Und sie werden angeführt von Parteichefin Dr. Tina Pannes, die als Spitzenkandidatin in den Wahlkampf ziehen wird.

Ob sie sich auch um das Bürgermeisteramt bewerben wird, ließ sie offen. Und dann ist da noch eine zweite Personalie, die aufhorchen ließ: Hannelore Hanning, die Vorsitzende der Fraktion, wird sich von der Ratsarbeit verabschieden. „Zum Zeitpunkt der Kommunalwahl bin ich bereits 75 Jahre alt“, betonte die Politikerin, „ich möchte jetzt andere Schwerpunkte in meinem Leben setzen.“

Pannes und Hanning gingen in ihren Reden unter anderem auf die derzeit vakante Stelle des Dezernenten für Digitales ein. Man verliere viel Zeit, betonten sie. Hintergrund: Man will erst nach der Kommunalwahl die Stelle neu besetzen. Aus Sicht des FDP-Führungspersonals ein falsches Signal, man habe im Vergleich zu anderen Städten im Bereich der digitalen Herausforderungen viel aufzuholen. Die freie Dezernentenstelle werden sich wohl zur „Verhandlungsmasse im Kommunalkampf“ entwickeln, betonte Pannes im Beisein von Bürgermeister Klaus Pesch, der sich an seinem 59. Geburtstag viel Kritik anhören musste. Für eine heitere Auflockerung sorgte der Besuch des Prinzenpaars. Nette Episode am Rande: Pannes war Redenschreiberin der Tollitäten.