Ratingen Falschparker: Politessen begleiten Müllabfuhr

Ratingen · Die Stadt will den Druck auf Falschparker verschärfen, die in engen Anliegerstraßen die Müllabfuhr massiv behindern. Mit Hilfe eines Hinweiszettels, der am Fahrzeug steckt, werden Mitarbeiter der städtischen Abfallentsorgung die einzelnen Verstöße aufzeigen.

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Foto: Dieker, RP

Außerdem wird in enger Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt die Müllabfuhr von Politessen begleitet. Werden Verstöße festgestellt, wird direkt verwarnt und notfalls auch abgeschleppt. Wie Barbara Arndt, Leiterin des Ordnungsamtes, gestern auf RP-Anfrage erklärte, sind die Kolleginnen bereits unterwegs und fahren mit. Diese Aktion sei nicht neu, so Arndt, nun bestehe aber wieder die Notwendigkeit für diese Maßnahme.

Die Folgen durch das Falschparken sind gravierend: Bei den Bürgern, deren Tonnen aus diesem Grund nicht geleert werden konnten, ist der Ärger groß. Die Mitarbeiter des Baubetriebshofes versuchen, die Mülltonnen möglichst zeitnah nachzuleeren. Doch durch Sonderfahrten entstehen immer wieder Kosten, für die der Steuerzahler aufkommen muss.

Drei Meter müssen frei bleiben

Dass es sich in vielen Fällen um Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung handelt, ist eindeutig. Gemäß Straßenverkehrsordnung ist nicht nur das Parken, sondern auch das Halten in Straßen verboten, wenn dadurch keine ausreichende Durchfahrtsbreite mehr gegeben ist. Eine Restfahrbahnbreite von mindestens drei Metern muss frei bleiben. Ebenso ist das Parken in Einmündungsbereichen von Kurven sowie das Parken und Halten in Park- sowie Halteverboten untersagt.

Der Baubetriebshof bittet daher alle Anlieger, darauf zu achten, dass die Straßen für die Entsorgungsfahrzeuge freigehalten werden. Schließlich sollen im Notfall auch Rettungsfahrzeuge passieren können.

(RP)
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