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Erstes Adventsleuchten in Ratingen kommt gut an

Premiere gelungen : Erstes Adventsleuchten kommt gut an

Die Ratinger begrüßten in der Innenstadt den 1. Advent. Die Premiere war gut besucht – Wiederholung erwünscht.

Als die Straßenmusikanten die ersten Walzertöne anspielen, schaut sich das Paar auf dem Marktplatz nur kurz in die Augen. Es herrscht geschäftiges Treiben um sie herum, der Weihnachtsmarkt hat schon eine Weile geöffnet, der Marktplatz ist gut besucht und doch liegt sich das jung gebliebene Pärchen einen Moment später in den Armen und tanzt sich einfach ein bisschen Platz.

Gestern luden die Ratingen Marketing, City Kauf, Familie Bruch und die Einzelhändler zur Premiere des Ratinger Adventsleuchten in die Altstadt und sorgten dafür, dass es an so mancher Ecke etwas zu entdecken gab. Dazu gehörte ein verkaufsoffener Sonntag von über 100 teilnehmenden Einzelhändlern, samt so mancher Aktion und weitere spannende Sehenswürdigkeiten.

 Auf der Lintorfer Straße entstand aus einem Eisblock die Skulptur des Ratinger Löwen.
Auf der Lintorfer Straße entstand aus einem Eisblock die Skulptur des Ratinger Löwen. Foto: Blazy, Achim (abz)

So gewährte ein Bildhauer Einblick in sein Handwerk, in dem er einen bloßen Eisblock unter den Augen der Besucher zu einem Kunstwerk verwandelte. Ein paar Schritte weiter, auf dem Platz „Am alten Steinhaus“, gab es mit einer Märchenerzählerin Reisen in märchenhafte Welten. „Den Weihnachtsmarkt kennen wir ja schon, und der ist auch immer wieder einen Besuch wert, aber heute lohnt es sich noch einmal besonders, mit offenen Augen durch die Stadt zu schlendern“, erzählte Anja Wolfert. Die Ratingerin habe den Sonntag des Adventsleuchten schon eine ganze Weile im Kalender frei gehalten – und ihn auch regelrecht verteidigt. „Freunde von uns werden nachher einfach dazustoßen.“

 Christikind und Nikolaus grüßten auf der Bechemer Straße.
Christikind und Nikolaus grüßten auf der Bechemer Straße. Foto: Blazy, Achim (abz)

Und so wurde der erste Adventssonntag nicht nur für die Wolferts zum Treffpunkt. Dass der Veranstaltungsauftakt gut besucht war, das liege bestimmt auch am Wetter, mutmaßte Stefan Wolfert: „Ideales Weihnachtsmarktwetter, trocken, nicht zu warm, aber auch nicht zu kalt. Genau richtig für Glühwein oder heißen Kakao.“ Oder die zahlreichen anderen Leckereien, zu denen die Gastronomen einluden.

 Adventsleuchten und verkaufsoffener Sonntag sorgten für eine volle Innenstadt. Das trockene Wetter spielte dabei wohl auch eine Rolle.
Adventsleuchten und verkaufsoffener Sonntag sorgten für eine volle Innenstadt. Das trockene Wetter spielte dabei wohl auch eine Rolle. Foto: Blazy, Achim (abz)

Kulinarisches Glanzlicht: Der nach eigener Aussage „längste Christstollen des Rheinlands“, der sich an der Kirche St. Peter und Paul entlangzog und von „Ihr Bäcker Schüren“ und der Konditorei „Iland Vogt“ zubereitet wurde. Geölte Kehlen und gesättigte Bäuche auch für das gemeinsame Weihnachtssingen von traditionellen Weihnachtsliedern, deren Texte standen im Programmheft und rahmten den namensgebenden Programmpunkt ein: Das feierliche Einschalten der Weihnachtsbeleuchtung und Entzünden der ersten Kerze auf dem großen Adventskranz.

Wer sich, molligwarm eingemumelt hatte, für den gab es auf dem Rathausplatz ein Ziel: Auf der Leinwand konnte man sich unter anderem den absoluten Weihnachtsklassiker „Drei Haselnüsse für Aschelbrödel“ ansehen. Wünsche ganz ohne Haselnüsse konnte man am Wunschbaum der Sparkasse für Menschen erfüllen, deren Gabentisch sonst leer bleibt. Für besondere Blickfänge sorgten auch die 20 von den Kitas und Grundschulen geschmückten Tannenbäume: „Da waren sehr tolle, kreative Ideen bei“, fand eine Besucherin. Sie wünscht sich eine Fortsetzung des Adventsleuchten, denn das fand sie „sehr schön.“