Erst mit der Währungsreform vor 70 Jahren war ein Ende der Notzeit des Zweiten Weltkrieges für die Zivilbevölkerung abzusehen.

Geschichtsverein Heiligenhaus lädt Zeitzeugen ein. : Geschichtsverein untersucht das Leben nach dem Krieg

Die Veranstaltung des Geschichtsvereins findet am Donnerstag, 22. November, um 19.30 Uhr in der Dorfkirche Isenbügel statt.

(RP) Die Kriegs- und Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges in Heiligenhaus mit den Unterthemen „Bomben auf Heiligenhaus“, „Flucht und Vertreibung“ und „Währungsreform“ soll Gegenstand einer Veranstaltung des Geschichtsvereins sein, die von Stadtarchivar Hartmut Nolte mit Lichtbildern moderiert und von Zeitzeugen gestaltet werden soll. Auch Zeitzeugen, die vom Geschichtsverein nicht angesprochen werden konnten, sind eingeladen, ihre Erlebnisse beizusteuern. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 22. November, um 19.30 Uhr in der Dorfkirche Isenbügel statt. Der Eintritt ist frei.

Erst mit der Währungsreform vor 70 Jahren war eigentlich ein Ende der Notzeit des Zweiten Weltkrieges für die Zivilbevölkerung abzusehen. Auch Flucht und Vertreibung aus den ehemaligen Ostgebieten wirkten sich erst nach der Kapitulation des Naziregimes (Mai 1945) voll aus.Es sei notwendig, neben den Opfern an den Kriegsfronten und Millionen getöteten europäischen Juden auch an die 2.6 Millionen Kriegsopfer in der Zivilbevölkerung (bis zu 2 Millionen Opfer bei Flucht und Vertreibung und etwa 600.000 Tote bei Bombenangriffen) einen Platz in der Geschichte zu geben, so der Geschichtsverein. Das möchte der Geschichtsverein  in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Dorfkirche Isenbügel in einem Gespräch mit Zeitzeugen und Lichtbildern erreichen.

Auf der Suche nach Zeitzeugen für dieses Thema haben einige zu erkennen gegeben, dass sie sich nicht mehr an ihre traumatisierenden Erlebnisse erinnern wollen. Das respektiert der Geschichtsverein, der es aber trotzdem als seine Aufgabe ansieht, auch diesen Teil unserer Geschichte aufzuarbeiten.

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