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Ereignisreicher Besuch beim Bienenzuchtverein Ratingen

Schnuppern bei Ratinger Imkern : Alles rund um die Biene und ihre Produkte

Der Ratinger Bienenzuchtverein hatte auf sein Vereinsgelände an der Oststraße eingeladen. Dort gab es für die Besucher viel zu entdecken.

( Alle die in einem Verein organisiert sind, kennen das Problem. Da steht ein wichtiger Termin an und Mitglieder, die immer besonders aktiv waren, fallen plötzlich aus und ihre Arbeit muss schnell verteilt werden. Das Organisationsteam schwitzte auch beim Bienenzuchtverein bis zum Schluss. Harri, der Verantwortliche fürs Haus, kam gerade rechtzeitig aus dem Urlaub und brachte mit seiner Frau Erika am Tag zuvor noch bis spät abends alles auf Hochglanz, weil das vergessen wurde.

Gott sei Dank lief am Sonntag sonst alles glatt, obwohl deutlich mehr Besucher als in den letzten Jahren kamen. Der Verein verfügt an der Oststraße über ein sehr schönes Gelände mit hohen Bäumen und viel Schatten. Leicht fiel bei der Hitze die Entscheidung, das Fest zu besuchen. So zeigte sich auch der CDU Landtagsabgeordnete Dr. Jan Heinisch, der ja bekanntermaßen selbst Imker ist, nach einer Führung über das Gelände sehr beeindruckt von der Arbeit des Vereins. Er war bereits früh angereist und kam in Begleitung von Bürgermeister Klaus Pesch, der mittlerweile ein verlässlicher und gern gesehener Besucher der Imkerfeste ist. Nur etwas später konnte der Vorsitzende, Franz Naber, auch die SPD-Landtagsabgeordnete Elisabeth Müller-Witt begrüßen.

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Der Verein hatte sich wieder einiges einfallen lassen. Es gab Führungen über den Platz und die verschiedenen Stationen. Es konnten wieder Honig und Bienenprodukte gekauft werden und es gab selbst gebaute übergroße Modelle zu bestaunen. An ihnen können die Besonderheiten eines Bienenkörpers oder der Aufbau einer Wabe auch den Kleinsten gut erklärt werden. Ein drehbares Wissensrad über Bienen für Groß und Klein war ebenfalls vorhanden. Imker Bernhard war unermüdlich mit Kindern am Bohrständer beschäftigt, um kostenlose Insektenhotels herzustellen und Volker und Dieter wurden von Kindern belagert, die unbedingt mit ihnen eine Kerze aus Bienenwachs drehen wollten.

Neu war ein Ratequiz. Es gab Preise in Form von Honig für diejenigen, die mit ihrem Tipp dem tatsächlichen Gewicht eines großen Wachsblockes am nächsten kamen. Die Besonderheit war hier, dass es viele Informationen zu diesem körpereigenen Baumaterial der Bienen gab.

Die Liebfrauenschule, ebenfalls Mitglied im Verein, war auch erstmals mit einer Lehrerin und Schülerinnen vertreten und konnte über ihre Bienen AGs berichten.

Der Bienenzuchtverein freut sich seit einigen Jahren besonders darüber, dass Partnerorganisationen, wie der Naturbund Ratingen, der BUND und die Kommunalen Dienste der Stadt Ratingen, regelmäßig teilnehmen und ihre wichtige Arbeit ebenfalls vorstellen. Bei Führungen wird immer besonderer Wert daraufgelegt, die Zusammenhänge in der Natur zu erklären. Geht es den Insekten schlecht, dann hat das auch Auswirkungen auf alle Vögel.

Als besondere Attraktion war deshalb Hansi Seemayer mit seinen Greifvögeln dabei. So konnten Kinder sogar eine Schleiereule streicheln und am Nachmittag gab es erst Informationen von seiner Partnerin Andrea Siegemund über die richtige Behandlung von gefundenen Wildtieren und danach eine Flugschau mit Wüstenbussard Joe, der die Besucher begeisterte. Hansi Seemayer wies darauf hin, dass er bei Einrichtungen für krebskranke Kinder und Hospizen für Kinder kostenlose Vorführungen anbietet.