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Ratingen: Eine neue Jugenddisco für den Stadtteil Ost

Ratingen : Eine neue Jugenddisco für den Stadtteil Ost

Mehr Angebote für Heranwachsende und ein Online-Service für Eltern bei der Kita-Anmeldung: Im Jugendhilfeausschuss gab es viele Infos.

Eine neue Initiative für den Stadtteil: Für den Jugendhilfeausschuss hatte die SPD den Tagesordnungspunkt "Perspektiven der Jugendarbeit in Ratingen Ost" beantragt. Die Weiterentwicklung und Perspektiven der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Ost war bislang Thema verschiedener Vorlagen, in denen zwar stets eine große Nachfrage dargestellt wurde, Lösungsmöglichkeiten aber sehr schwer darstellbar waren.

Hinzu kommt, dass sich in Ost langsam ein Generationenwechsel einstellt, der die Bedarfslage aus Sicht der SPD unterstreicht. Zu einem attraktiven und zukunftsfähigen Stadtteil gehören auch Jugendangebote. Die Verwaltung stellte in der Sitzung dar, dass es nunmehr zweimal im Jahr eine Jugenddisco im Kirchenzentrum am Kaiserberg gebe und auch zum 11. September ein Tanz- und Bewegungsangebot in Ost starten werde. Die Jugenddisco könne bis zu 200 Jugendliche aufnehmen und werde auch rege in Anspruch genommen.

Allerdings bieten die Rahmenbedingungen in Ost laut Verwaltung nichts, auf das wirklich kontinuierlich und konzeptionell aufgebaut werden könne. Die SPD regte in der Sitzung an, nochmal mit der Kirche in Ost nach gemeinsamen Möglichkeiten zu suchen. Auch hier seien aber nach dem Umbau des Familienzentrums nur wenige Möglichkeiten zu sehen.

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Aus den Ausführungen der Verwaltung ist zu schließen, dass aufgrund der Rahmenbedingungen für den Stadtteil Ost keine wirklichen Perspektiven für Jugendarbeit bestehen, die über punktuelle Angebote hinausgehen. Der Bahnhof Ost böte eine Alternative, die allerdings nur auf lange Sicht realisierbar ist.

Zudem wollte die SPD-Fraktion wissen, wie der Sachstand beim online-gestützten Anmeldeverfahren für Kitas ist. Im Jugendhilfeausschuss war im September 2014 beschlossen worden, dass die Verwaltung zu den Etatberatungen 2015 einen Umsetzungsvorschlag vorlegen sollte. Dieses ist aber nicht geschehen. In der aktuellen Sitzung stellte man nun klar, dass für zwei in Frage kommende Anwendungen Testumgebungen eingerichtet werden, nachdem alle Träger von Kindertageseinrichtungen zur Teilnahme bereit sind. Die erforderlichen Mittel würden im Doppelhaushalt 2016/2017 bereitstehen. Nach dem Testlauf würde dann entschieden, welches System kommen wird. Es ist aber offen, ob eine Umsetzung zum Kindergartenjahr 2016/2017 erreicht werden kann.

Die SPD setzt sich seit langem für eine bürgerfreundliche und moderne Lösung bei der Kindergartenanmeldung ein und hatte auch dafür die erforderlichen politischen Mehrheiten mobilisiert. In 2012 wurde ein entsprechender Antrag gestellt. Modell für eine solche Lösung sollte der Düsseldorfer "Kita-Navigator" sein. Um Eltern die Suche nach einem geeigneten Kita-Platz zu erleichtern, hat die Landeshauptstadt Düsseldorf das Online-Vormerksystem "Kita-Navigator" entwickelt. Das System ist seit 2011 in Betrieb und wurde in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, den freien Trägern der Düsseldorfer Kindertageseinrichtungen und der IT-Kooperation Rheinland entwickelt und ist angepasst an die Bedürfnisse der Düsseldorfer Kita-Landschaft. Der Kita-Navigator wurde im Rahmen der Teilnahme der Stadt Düsseldorf am "Audit familiengerechte Kommunen" entwickelt. Er ermöglicht Eltern, sich über die Angebote in den Kitas zu informieren und gleichzeitig ihr Kind für eine oder mehrere Kitas vormerken zu lassen.

(RP/kle)