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Eine gute Nachricht für Tiefenbroich

Angedacht : Eine gute Nachricht für Tiefenbroich

Die Kirche St. Marien in Tiefenbroich ist 65 Jahre alt geworden. Der legendäre Kardinal Joseph Frings war am 21. Oktober 1956 aus Köln angereist, um die Kirche zu weihen.

Mit 65 Jahren ist man noch nicht alt – aber eben auch nicht mehr jung. Das Leben hat eine Geschichte geprägt. Und die hat es in jeder Hinsicht in sich. „Erzähl doch mal“ – eine Aufforderung, die Neugierde und Anteilnahme ausdrückt. Und es gibt viel zu erzählen aus 65 Jahren.

Was für uns Menschen gilt, gilt ganz bestimmt ebenso für Bauwerke, in denen sich Menschen treffen, begegnen zum gemeinsamen Tun, feiern und – in unseren Kirchen – beten. Mit innerer Bewegung berichten immer noch viele Menschen, die als Kinder und Jugendliche Augenzeugen waren, von der Weihe der Sankt Marien Kirche in Tiefenbroich, gestern vor 65 Jahren. Sie berichten von den Hunderten, die gekommen waren, von den Vereinen und Verbänden, den Honoratioren und Vertretern der Stadt Ratingen, dem üppigen Blumenschmuck und der festlichen Musik. Der legendäre Kardinal Joseph Frings war am 21. Oktober 1956 aus Köln angereist, um die Kirche zu weihen. Eine erste katholische Kirche in Tiefenbroich war längst zu klein geworden, denn der Stadtteil wuchs und mit ihm die Zahl der Christen.

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Ob die, die damals dabei waren, ein Gespür dafür hatten, dass Gottes Lob unteilbar ist, als nur einen Monat später die evangelische Paul Gerhard Kirche eingeweiht wurde und deren drei Stahlglocken zu läuten begannen? Heute sind alle froh, dass aus einem Nebeneinander längst eine Freundschaft unserer Gemeinden geworden ist und beide Kirchen in unverwechselbarer Eigenart das Ortsbild prägen – nach wie vor.

Die Statistik sagt aus, dass seit 1956 an die 3000 (meist) Tiefenbroicher in der Marien Kirche getauft worden sind: „Gott sich in ihr Leben sehr lesbar eingeschrieben hat“. Dieses treffende Wort von Pfarrer Weimann wird Jede(r) unterstreichen wollen beim Betrachten des gläsernen Lichtbandes, das die hohen Mauern vom Dach der Kirche trennt. Das Fensterband erzählt von Gottes Liebe zum Leben – und von der Verwundbarkeit seiner Schöpfung, des Lebens insgesamt. Ganz gewiss: Die gute Nachricht, die Sankt Marien ausspricht, ist aktueller denn je: „Du, Gott, errettest aus der Gewalt des Todes“ (Daniel 3, 88).

In seiner Predigt zeigte Kardinal Frings offenkundige Freude über den schönen, gelungenen Kirchenbau. Seine Freude dürfen wir in unserer Gemeinde mit allen, welche die Marien Kirche in  Tiefenbroich besuchen, immer noch gerne teilen.