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Eine besondere Aktion in diesen schwierigen Corona-Zeiten.

Kreis Mettmann : Interaktiv näht eifrig Masken für die Schulen

Der Ratinger Verein ist an 72 Standorten im Ganztag aktiv. 70 Masken schaffen die Mitarbeiter pro Tag.

Die Wiedereröffnung der Schulen und die Maskenpflicht in der Corona-Krise haben auch zu einem erhöhten Arbeitsaufkommen bei „Interaktiv“ geführt. Der Ratinger Verein für Schule Sport und Soziales ist als Partner im Ganztag in 16 Städten an 72 Schulen – unter anderem in Ratingen am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, der Käthe-Kollwitz-Realschule und der Wilhelm-Busch-Grundschule – tätig und hat schon deutlich vor Wiederbeginn an den Schulen Maßnahmen ergriffen: Masken nähen. „70 schaffen wir pro Tag, rund 300 Masken haben wir schon fertig und werden die an unsere Partner-Schulen verteilen“, sagt Cora Allert, Fachbereichsleiterin Schule bei Interaktiv.

An neun der 72 Standorte von Grevenbroich bis Wuppertal, Essen und Duisburg, wird derzeit genäht, fünf, sechs weitere sind in die Produktion eingebunden, rund 40 der mehr als 300 Mitarbeiter machen aktiv mit.

„Wir haben eine Näherin, die Masken nach DIN-Vorschriften fertigt. Das Schnittmuster haben unsere Mitarbeiter übernommen und sich gegenseitig angelernt“, sagt Allert, die ergänzt: „Die Lehrer hätten ja gar nicht die Zeit, das zu machen, und sind entsprechend froh. An Grundschulen können sie mit den Kindern gemeinsam daran arbeiten.“

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Wichtig ist Interaktiv, dass die Masken kostenlos an die Schüler verteilt werden können. „Wir haben Standorte, an denen sich die Kinder nicht mal ein Butterbrot leisten können – da können sie keine zwölf Euro für eine Maske bezahlen“, illustriert Allert. Die Werkstoffe gehen derzeit auf Materialspenden von Schulen und Eltern zurück, es bleibt abzuwarten, wie lange man damit Masken fertigen kann. „Bis jetzt kommen wir durch die Spenden hin, aber ob wir alle Schulen abdecken können, ist fraglich. In der aktuellen Not-Betreuung und Kleingruppensituation ist das aber ausreichend“, sagt Allert, deren Bereich den Bedarf an den Schulen ermitteln und die Masken entsprechend verteilen wird.

Bevor es auch in NRW zu einer Maskenpflicht kam, waren die Anforderungen der Schulen recht unterschiedlich – manche dachten, sie bräuchten keine, wenn sie den Mindestabstand in den Klassenzimmern gewährleisten könnten. Das hat sich inzwischen geändert, die Schulen werden wohl die Masken morgens ausgeben und nach dem Unterricht waschen. „Dass die meisten Schulen über Waschmaschinen verfügen, war mir gar nicht so klar, ist aber jetzt natürlich gut“, sagt Allert.

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