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Ratingen: Ein Segenfür die Liebe

Ratingen : Ein Segenfür die Liebe

Jede dritte Ehe wird geschieden", so lautet das ernüchternde Fazit der Statistiker. Das heißt aber auch: Zwei von drei Ehen bleiben bestehen! Das Lebensprojekt "Partnerschaft und Familie" ist also nicht ganz zum Scheitern verurteilt. In den Zukunftsplänen junger Menschen nimmt es weiterhin einen hohen Stellenwert ein.

Doch ich möchte nicht mit dem Finger auf diejenigen zeigen, die in ihrem Treueversprechen gescheitert sind. Denn auch sie sind einmal mit hohen Idealen angetreten. Und trotz der vielen Brüche in unseren Biografien bleibt die Sehnsucht nach Treue und Verlässlichkeit ungebrochen. So gilt es auch die neuen Aufbrüche wertzuschätzen, in denen Menschen in Liebe, Treue und gegenseitiger Sorge miteinander leben und Verantwortung füreinander übernehmen.

Sie haben ihre ganz persönliche Antwort auf die Erkenntnis des biblischen Schöpfungsberichtes gefunden: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt!" (Gen 2,18). Als Christen bekennen wir, dass Gott uns in der Liebe ganz nahe kommt. Er ist der Ursprung unserer Liebesfähigkeit. Darum erhoffen wir uns seinen Beistand im Treueversprechen und seinen Segen zum Geleit.

Denn die Liebe kennt ganz unterschiedliche Zeiten: Angefangen bei den Phasen puren Glücks mit Schmetterlingen im Bauch, über die Tage des Zweifels und der Krise, die es zu bewältigen gilt, bis hin zu der Bereitschaft, miteinander alt zu werden. Es tut gut, dabei einen Dritten mit im Bunde zu wissen, der sich um die Wege unserer Liebe sorgt: Gott.

Der Valentinstag bietet nun den Anlass, diese Liebe zu feiern. Wie der Heilige Valentin zum Schutzpatron der Liebenden wurde, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Als historische Fakten wissen wir nur, dass der Bischof von Terni in Mittelitalien im 3. Jahrhundert wegen seines Glaubens an Jesus Christus getötet wurde. Seine Treue war den Christen ein Zeichen der Ermutigung in der Zeit blutiger Verfolgung. Vermutlich verband sich in Rom der Tag seiner Verehrung mit dem heidnischen Frühjahrsbrauchtum junger Leute, dem geliebten Menschen seine Liebe zu erweisen.

So laden wir alle, die partnerschaftlich unterwegs sind, für Montag, 14. Februar, 19 Uhr, in die Kirche St. Peter und Paul ein. Bei Musik, Betrachtungen und Gebet feiern wir die Liebe als die stärkste Kraft, die uns erfüllt, und erbitten Gottes Segen.

Danach ist noch ausreichend Zeit, um den Abend in der Ratinger Gastronomie ausklingen zu lassen.

Dechant Benedikt Bünnagel, Pfarrer von St. Peter und Paul

(RP)