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Ratingen: Ein Hauch von Hawaii in Ratingen

Ratingen : Ein Hauch von Hawaii in Ratingen

Der diesjährige Kulturtag wartete mit einer Premiere auf: Zum ersten Mal konnten Interessierte einen Blick in den Trinsenturm werfen, in dem künftig die Puppen- und Spielzeugsammlung des Ratinger Museums zu sehen ist.

Zwar steht der offizielle Eröffnungstermin noch nicht fest, aber zahlreiche Ratinger fanden gestern den Weg in das historische Gemäuer. "Das Schild am Eingang hängt schon, der Rest kommt auch bald", versprachen Bettina Dorfmann und Beate Arians, die beiden Vorsitzenden der Ratinger Puppen- und Spielzeugfreunde, die für die Ausstellung verantwortlich sind.

Im Eingangsbereich muss noch einiges aufgebaut werden, und vor den Ausstellungsstücken in der ersten Etage fehlen noch die Glasfronten, genau wie die Texttafeln. Ansonsten haben bereits zahlreiche Exponate ihren neuen Platz gefunden. Insgesamt nennt das Museum rund 2000 Ausstellungsstücke sein eigen, von denen aber immer nur ein Teil im Trinsenturm zu sehen sein wird. "Wir streben aber einen regelmäßigen Wechsel an", erklärte Bettina Dorfmann. Wann der Trinsenturm eröffnet wird, hängt von verschiedenen Genehmigungen ab, unter anderem vom Denkmalschutz und vom Bauamt. Geplant ist, das Museum jeweils samstags und sonntags von elf bis 17 Uhr zu öffnen.

"Wir treffen uns einmal im Monat zum Üben"

Doch der Gang durch den Trinsenturm war nur ein kleiner Teil des abwechslungsreichen Programms beim 14. Ratinger Kulturtag. Vor allem die Auftritte zahlreicher Tanzgruppen und Chöre auf der Bühne des Stadttheaters interessierten die Besucher. Exotisch und sehr entspannend war beispielsweise der Auftritt der Gruppe "Hui Ka Pualani" unter der Leitung von Saskia Reuter, die ihre Zuschauer mit hawaiianischen Tänzen zu Hulaklängen begeisterte. Angetan mit blau-weißen Blumenkleidern und weißen Blumenketten auf dem Kopf schwangen die Tänzer die Hüften. "Wir treffen uns einmal im Monat zum Üben und suchen noch Mitstreiter, vor allem männliche", verriet Saskia Reuter.

Den hawaiianischen Tänzern folgte der Chor "O-Ton", der einen Querschnitt seines Repertoires darbot. Überhaupt gaben sich die verschiedensten Ratinger Chöre nacheinander die Ehre, etwa "Die Ohrwürmer", der Kinderchor der evangelischen Kirchengemeinde, der Internationale Chor der VHS oder die städtische Musikschule, die mit einem Überraschungskonzert aufwartete. Auch der Ratinger Kammerchor unter Leitung von Dominikus Burghardt war dabei und sang Volkslieder. Burghardt wurde gestern übrigens offiziell zum Chordirektor BDC (der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände) ernannt.

Im Foyer stellten sich derweil zahlreiche weitere kulturschaffende Vereine vor, unter anderem der Club Ratinger Maler, das Industriemuseum Cromford oder die Lintorfer Heimatfreunde, die die Besucher mit einer Mundartlesung erfreuten. Auch die Autoren des Literaturkreises ERA lasen Auszüge aus ihren Werken. Zumba für Kinder und eine Einführung in den Square Dance mit den "Dancing Rebels" rundeten das Programm ab.

(cebu)