1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen

Dietrich-Boenhoffer-Gymnasium offiziell als „fair trade“-Schule anerkannt. Viele nachhaltige Projekte geplant

Siegel : Fairer Handel ist für Schüler wichtig

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium erhielt ein besonderes Siegel.

Der Klimawandel und die Debatte um nachhaltiges Wirtschaften beschäftigt immer mehr Schulen. Etwa auch das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DGB). Die Schule in Ratingen West ist nun offiziell eine „fair trade school“. Hinter diesem Siegel verbirgt sich eine Schule, die darum bemüht ist, dass nachhaltig hergestellte und vor allem fair gehandelte Produkte an ihrer Schule „kursieren“.

„Die Initiative, den ,fair trade’-Gedanken an unserer Schule zu etablieren, ist von den Schülern gekommen“, erklärt Lehrer André Edenharter. Er hat diese Initiative seit 2017 begleitet. „Den Stein ins Rollen gebracht haben aber unsere Schüler.“ Seither fanden immer wieder Projekte zur Unterstützung und zur Stärkung des „fair trade“-Gedankens an der Schule statt. „So gab es zum Beispiel ein Handballturnier mit von der Stadt gesponserten fair gehandelten Handbällen oder fair gehandelte Rosen zum Valentinstag.“ Um diese Bemühen offiziell zu krönen, wurde 2019 unter Leitung von Edenharter und seinem Kollegen Hinkel eine Bewerbung zur „fair trade school“ eingereicht. Und nicht zur das: In Zusammen mit Eltern und Schülern konnten spannende Projekte geplant und sogar Kernlehrpläne angepasst werden. Wichtige „fair trade“-Themen finden auch im Unterricht statt. Und erfreuen sich großer Beliebtheit. Das DBG sieht sich selbst in gesellschaftlicher Verantwortung seinen Schülern gegenüber, sie über Ungerechtigkeiten des globalen Wirtschaftssystems aufzuklären und ihnen Möglichkeit der Gegensteuerung anzubieten, heißt es von schulischer Seite. Aber auch auf den Namensgeber, den großen Dietrich Bonhoeffer, wird passend zur Thematik verwiesen. „Alles kritisch hinterfragen und auch die Wirksamkeit des eigenen Handelns verstehen und anerkennen.“ Dazu gehört auch, Zusammenhänge globalen Wirtschaftens aufzuzeigen. Etwa wie unser tägliches Konsumverhalten in Europa dazu beiträgt, Löhne und Arbeits- und Umweltstandards in den produzierenden Ländern immer weiter zu drücken.

Mit dem neuen „Fairer Handel-Siegel“ will das DBG auch seinen Beitrag für die „fair trade“-Stadt Ratingen und damit zu fairen Bedingungen auf dem globalen wirtschaftlichen Markt leisten. Seit rund zwei Jahren ist die Stadt Ratingen „Faire Handel-Stadt“. Die Auszeichnung „fair trade-Stadt“ wird immer für zwei Jahre verliehen. Ratingen möchte „fair trade“-Stadt bleiben – zumal für das Jahr 2020 die Tage der Nachhaltigkeit in Ratingen geplant sind.

Durch das Nachhaltigkeits-Siegel gestärkt will das DBG nun weitere Projekte des fairen Handels initiieren und so das Thema noch stärker an der Schule etablieren. „Vor allem soll der zugrundeliegende faire Gedanken vorangetrieben werden“, sagt Projektkoordinator Edenharter. Mögliche Ideen für „fair trade“-Projekte gebe es bereits. „Wir denken über die Erweiterung des Angebots fair gehandelter Waren in der Cafeteria nach.“