Ratingen: Dieser Radweg hat viele Stolperfallen

Ratingen : Dieser Radweg hat viele Stolperfallen

Der Abschnitt auf der Knittkuhler Straße zwischen Ratingen und Düsseldorf muss dringend saniert werden.

Keine Frage: Auf dem Radweg an der Knittkuhler Straße, zwischen Ratingen und Düsseldorf, muss man höllisch aufpassen. RP-Leser Stefan Geldreich hat seine Erfahrungen gemacht – und es sind sehr unerfreuliche.

Es handelt sich um einen gepflasterten Radweg, der an den meisten Stellen Löcher und Huckel hat. Außerdem engt das Pflanzenwachstum die Breite extrem ein. Er sei dadurch nicht mehr sicher befahrbar. „Ich rede hier jetzt nicht von ein paar kleinen Unschönheiten“, meinte er in einem Schreiben an die Redaktion Der Radweg führe steil bergab, wodurch auch höhere Geschwindigkeiten gefahren werden (können).

Umgekehrt schieben sehr viele Radfahrer das Fahrrad den Berg hoch. Bei Begegnungen ist überhaupt kein Platz. Speziell im Sommer, wenn der Pflanzenbewuchs höher ist, stehe nur ein schmaler Tunnel zur Verfügung.

Seine Frau sei auf diesem Radweg Ende 2016 schwer gestürzt. Sie war deshalb ein ganzes Jahr in Behandlung und krankgeschrieben und kann ihren Arm auch heute nicht in vollständigem Umfang benutzen. Die Stadt Düsseldorf habe ihre Hausaufgaben bereits gemacht und diese Gefahrenstelle durch einen neuen Radweg behoben.

Geldreich betont: „Ich lese immer wieder, dass Ratingen eine fahrradfreundliche Stadt ist (oder sein möchte). Diese Information steht sogar auf Schildern an einigen Ortseingängen. Unter einer fahrradfreundlichen Stadt verstehe ich aber auch, dass nicht nur neue Radwege gebaut werden, sondern dass die Bestehenden auch befahrbar sind. Es ist natürlich immer prestigeträchtiger, neue Radwege zu eröffnen. Aber Sicherheit geht meiner Meinung nach vor.“ Man müsse jetzt handeln. Es reiche nicht aus, ein halb zerstörtes Schild mit der Aufschrift „Schäden am Rad- und Gehweg“ aufzustellen. Das Befahren der Straße sei an der Stelle auch keine Option, da dort schnell gefahren werde und es verboten sei, nicht auf dem Radweg zu fahren.

Und was sagt die Stadt Ratingen? Bei der Knittkuhler Straße handele es sich um eine Kreisstraße (K10). Die Baulast und somit auch die Unterhaltung des begleitenden Radweges obliegen dem Kreis Mettmann. Die Stadt werde die Kreisverwaltung auf den schlechten Zustand des Radweges hinweisen und um Schadensbehebung bitten, ähnlich wie beim Kahlenbergsweg in Breitscheid. Der Radweg an dieser Kreisstraße (K19) soll noch in diesem Jahr erneuert werden.

Der Radweg an der Knittkuhler Straße ist seit vielen Jahren marode. Immer wieder haben Bürger – so wie Stefan Geldreich – auf den schlechten Zustand hingewiesen. Getan hat sich bisher nichts. Radrennfahrer, die mit sehr dünnen Reifen unterwegs sind, nutzen diesen Weg so gut wie gar nicht. Sie fahren auf der Straße und müssen aufpassen, dass sie nicht weggehupt werden.

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