Dienstjubiläum in Heiligenhaus

Heiligenhaus : Sie weiß guten Rat für Rathaus-Kollegen

Personalratschefin Monika Potzenhardt feiert 40-jähriges Dienstjubiläum als Beamtin. Nach Heiligenhaus kam sie 2001.

Wann Monika Potzenhardt ihre Dienstzeit in Heiligenhaus begonnen hat? Am 1. Mai 2001, wie Bürgermeister Michael Beck mit Blick auf ihre Personalakte verrät. Sie selbst gibt zu, dass sie das nicht mehr so genau wusste. An ihr erstes Bewerbungsgespräch in Heiligenhaus allerdings erinnert sie sich gut. „Damals waren Stellen im Bürgerbüro ausgeschrieben. Im Gespräch sagte man mir aber, dass es nur um Acht-Stunden-Stellen gehe, für mich als Alleinerziehende Mutter war das keine Option. Ich bin dann gegangen.“ Die Velberterin arbeitete damals als Regierungshauptsekretärin bei der Bundeswehr in Mörsenbroich, suchte aber die Heimatnähe, um immer noch genug Zeit für ihre Tochter zu haben. Ein gemeinsames, frisches Mittagessen mit dem Nachwuchs war ihr wichtig und für das Kind da zu sein. Zwei bis drei Tage nach dem wenig aussichtsreichen Bewerbungsgespräch dann ein Anruf aus Heiligenhaus, ob sie denn Interesse an einer größeren Stelle im Bereich der Finanzen habe? „Wir Beamten werden so ausgebildet, dass wir in allen Bereichen arbeiten können und die Bedingungen klangen gut, ich nahm die Stelle an.“

Gestern dann „ein besonderer Moment im Leben einer Beamtin“, wie Bürgermeister Beck es nennt: Das 40-jährige Dienstjubiläum. Zeit, um auch einmal zurück zu blicken: „Im Beruf und natürlich privat waren und sind mir immer die Zwischenmenschlichen Beziehungen wichtig“, sagt die Jubilarin. Umso dankbarer sei sie, „immer super tolle Kollegen gehabt zu haben. Darüber kann ich mich wirklich nicht beschweren. Ich liebe meine Arbeit.“ Klischees über das Beamtenleben hingegen kann sie nichts abgewinnen, im Gegenteil, sie engagiere sich gerne und viel – und das sei immer auch im Dienst der Bürger. Begonnen hat sie ihre Laufbahn nicht in Heiligenhaus, sondern an anderer Stelle: bei der Bundespost. Am 1. September 1978 begann sie ihre Ausbildung als Postassistenten-Anwärterin; nach der Laufbahnprüfung wird sie dann Beamtin und wechselt zwischenzeitlich zur Bundeswehrverwaltung. In Heiligenhaus ist sie dann lange als Stadthauptsekretärin in der Finanzabteilung des Heiligenhauser Rathauses aktiv, das habe ihr wahnsinnig viel Spaß gemacht, doch es gebe auch Sachen, die sie störten – und die sie ändern mochte. „Ich wollte mich für die Mitarbeiter und ihre Belange einsetzen.“ Am ersten Juli 2016 wird sie von ihren bisherigen Aufgaben entbunden und zur Vorsitzenden des Personalrates. Seitdem ist sie die Anlaufstelle für die kleinen und großen Sorgen der Mitarbeiter im Rathaus geworden. An Themen sei da alles dabei. „Das ganze Spektrum an Sorgen. Von Eignungs-, Gruppierungs- und Besoldungsfragen über Arbeitszeitprobleme auch bis hin zum Thema Telearbeit, um Familie und Berufsleben unter einen Hut zu bringen.“ Sie setze sich gerne für ihre Kollegen ein. Ihre Ausgleich findet sie in Büchern oder dem Reisen. „Am liebsten in die Schweiz, dort lebt meine Tochter.“ Mit dem Fahrrad war sie vor einer Weile auch mal auf dem Panoramaradweg unterwegs, auch der sei sehr schön. Für die nächsten Jahre wünscht sie sich vor allem Gesundheit „und dass ich noch viel ändern kann, um dann beruhigt in Pension gehen zu können.“