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Die Wegverbindung zwischen Anger- und Turmstraße muss neugebaut werden.

Verbindungsweg : Brücken-Sperrung sorgt für Fragen

Die beliebte Wegverbindung zwischen Anger- und Turmstraße muss komplett neugebaut werden.

Für Fragen und auch ein wenig Unmut hat die Sperrung des Fußgänger-Brückchens über den Wallgraben zwischen Angerstraße und Turmstraße in Ratingen-Mitte bei Anwohnern gesorgt.

Seit Samstag, 7. März, ist nach Angaben von Anwohner Matthias Reuther diese kleine Brücke gesperrt. Und damit der direkte Verbindungsweg von Reuther und weiteren Anwohnern in die Innenstadt. „Für uns Anwohner aus dem unmittelbaren Umfeld, insbesondere für ältere Bürger, ist dieser Weg wichtig, weil wir dadurch ohne große Umwege in die Innenstadt gelangen“, heißt es von den Anwohnern. Sie verwundere, dass die Brücke ohne Vorwarnung gesperrt worden sei.

„Der Stadtverwaltung Ratingen war es offensichtlich bis heute noch nicht möglich, einen kurzen Hinweis an der Absperrung vor der Brücke anzubringen“, erklären die Anwohner. Auch auf Nachfrage, weshalb die Sperrung erfolge und wie lange sie denn dauere, haben sie keine schlüssige Antwort erhalten. „Uns konnte eine Mitarbeiterin des Rathauses nichts dazu sagen. Angeblich sei eine Kollegin noch nicht dazu gekommen, ein entsprechendes Hinweisschild zu erstellen“, heißt es. Jetzt hat aber die Stadtverwaltung dazu Stellung genommen, nachdem die RP sie mit der Sperrung konfrontiert hat.

„Die Brücke musste gesperrt werden, da bei dem Tausch von Teilbereichen des Bodenbelages festgestellt wurde, dass die Tragbalken verrottet sind“, heißt es von der Stadt zum Grund der Sperrung der Brücke. Zwischenzeitlich sei das Bauwerk geprüft und das Ergebnis attestiere einen „so schlechten Zustand, dass hier ein kompletter Neubau“ erfolgen müsse. Ein kleiner Trost für die Anwohner: Die beliebte Abkürzung in die Innenstadt soll zumindest zeitweise wieder freigegeben werden. Es werde zurzeit durch eine provisorische Abstützung unterhalb des Bauwerks die Tragfähigkeit wiederhergestellt. „Da hierfür Material bestellt und Kapazitäten beim Tiefbauamt wie auch bei dem Handwerksbetrieb frei sein müssen, kann derzeit noch kein konkreter Umsetzungstermin mitgeteilt werden“, teilt die Verwaltung weiter mit.

Sie sei aber bestrebt, „hier schnell die Sperrung wieder aufzuheben“.