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Die Sternsinger in Heiligenhaus besuchen das Rathaus

Kleine Könige bringen Segen : Die Sternsinger besuchen das Rathaus

Bis zum Wochenende sind 165 kleine Könige noch in Heiligenhaus unterwegs, um Geld für zu sammeln.

Krönchen auf dem Haupt, dazu festliche Gewandung und darüber schwebt der Sternenstab – die Sternsinger sind derzeit unterwegs. Sie singen Lieder, spenden ihren Segen und sammeln dabei Geld für gleich mehrere gute Zwecke. Bevor am kommenden Sonntag, 12. Januar, die ausgesandten Sternsinger mit dem Rückkehrergottesdienst, 9.30 Uhr, in St. Ludgerus (mit anschließendem Dankestreffen) zurück empfangen werden, war eine stattliche Anzahl kleiner Königinnen und Könige gestern noch einmal im Rathaus zu Gast.

Ein Besuch über den Bürgermeister Michael Beck sich immer besonders freut: „Ihr bringt Freude, Licht und Frieden in die Häuser und das in Zeiten, die nicht besonders friedlich scheinen.“ Und so sangen die Sternsinger im großen Ratssaal, dort, wo die lokale Politik gerne eifrig diskutiert, mit „Stern über Bethlehem“ und „Wir kommen daher aus dem Morgenland“ ihre wohl bekanntesten Lieder.

Aber nicht nur der obligatorische Briefumschlag in die Spendenbüchse gehört zu dem traditionellen Besuch, sondern auch der Segen an der Rathauspforte. Und dafür war das Stadtoberhaupt kurzerhand auf der Suche nach der Leiter, die auch prompt gefunden wurde. Elisa hatte dann die große Ehre, den Segen „20*C+M+B+20“ unter Begleitung von Jonte, Julian, Mia, Nick und Ben über der Tür zu befestigen.

Die sechs gehören zu insgesamt 165 Kindern, die im Namen der Sternsinger-Aktion derzeit durch das Stadtgebiet ziehen und von 35 bis 40 Betreuern begleitet werden, damit bleibt die Zahl der Teilnehmer stabil, wie Sprecher Michael Hoffart erklärte. „Jedes Jahr wieder sind wir gespannt, wie viele mitmachen, doch dann ergeben sich immer spontan Dinge und alles funktioniert“, weiß auch Organisatorin Alexandra Kneip. Sie habe festgestellt, dass die Sternsinger in diesem Jahr besonders sehnlichst erwartet wurden.

Und nicht nur das: „Als wir am Samstag in der Aldi-Passage gesungen haben, haben viele Menschen mitgesungen.“ Die Reaktion eines Mannes im Nonnenbruch war besonders rührend, wie Michael Hoffart erzählt: „Meine Frau, die mit einer Gruppe dort unterwegs war, erzählte von einem jungen Mann, der sogar Tränen verdrücken musste.“

Die Spendenbereitschaft in Heiligenhaus sei außerordentlich gut, so konnten die Heiligenhauser Sternsinger im vergangenen Jahr eine Summe von rund 34.000 Euro zusammen tragen. Das Geld geht an Projekte, zu deren Initiatoren die Heiligenhauser Gemeinde enge Kontakte pflegt: „Für mich ist das Besondere, dass wir genau wissen, wo die Gelder hinfließen und wie dringend sie dort gebraucht werden“, so Hoffart. So wird zum einen das Projekt „Sant Chavara Kala Niketan“ von Pater James in Indien unterstützt, zum anderen die beiden Projekte „Pastoral da Criança“ (Kinderpastoral) und „Cultura pela Paz“ (Kultur für den Frieden) von Bischof Bernardo in Óbidos/Brasilien.

Regelmäßig besuchen die beiden Geistlichen die Heiligenhauser Gemeinde und berichten, was mit den Spendengeldern geschieht. So war im November Bischof Bernardo Johannes Bahlmann aus Brasilien zu Gast in St. Ludgerus und berichtete persönlich über seine Arbeit im Nordosten Brasiliens.

Wer die Sternsinger verpasst hat: Heute sind die kleinen Könige noch einmal ab 16 Uhr im Seniorenzentrentrum St. Josef zu Gast, und am Samstag von  11 bis 13 Uhr singen sie vor dem Real-Markt in Hetterscheidt.