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Die Grünen wählen Martin Tönnes als Bürgermeisterkandidat

Einstimmig : Die Grünen wählen Martin Tönnes als Bürgermeisterkandidat

(jün) Einstimmig war Martin Tönnes (60) Donnerstagabend von der Mitgliederversammlung gewählt worden, gestern stellte er sich als grüner Kandidat fürs Bürgermeisteramt vor. Ein in der Ratinger Öffentlichkeit noch eher unbekanntes Gesicht, doch das soll sich in den nächsten Wochen und Monaten ändern.

Und Parteikollege und Grünen-Fraktionschef Hermann Pöhling glaubt, das Tönnes durchaus das Zeug zum Bürgermeister hat.

Das glaubt auch Mareike Wingerath, Sprecherin des Grünen Ortsverbandes in Ratingen. Die Partei jedenfalls hat er überzeugt. „Ein einstimmiges Ergebnis hat es in unserer 40-jährigen Parteigeschichte in Ratingen noch nicht gegeben“, sagt Wingerath. Tönnes selbst will vor allem mit drei Themen punkten: Mobilität, Wohnen und Klimaschutz.

Beim Thema Wohnen hat er sich in Ratingen übrigens schon eingebracht, nämlich im Mehrgenerationen-Wohnprojekt auf dem Gelände der Alten Feuerwache an der Lintorfer Straße. Sein Ziel ist es, sozialen Wohnungsbau in Ratingen voranzutreiben. Ebenso wie den Ausbau von Radwegen. „19.000 Menschen pendeln täglich zwischen Düsseldorf und Ratingen“, sagt er. Da sei ein Radschnellweg dringend notwendig. Mit Radschnellwegen kennt er sich schließlich aus. Als Beigeordneter beim Regionalverband Ruhr hatte er federführend den Radschnellweg Ruhr zu verantworten.

Mit der Tatsache, dass er Ende 2019 als Beigeordneter dort abgewählt wurde, geht Tönnes offensiv um. Weil der beim zu erarbeitenden Regionalplan sehr auf Bürgerbeteiligung gesetzt habe, sei der Regionalplan nicht im vorgesehenen Zeitplan fertig geworden, weil die vielen Einwendungen alle hätten bewertet werden müssen. Seine Abwahl, so sieht Tönnes es, sei allein aus politischen Gründen erfolgt. Für die Grünen ein Glücksfall, so Wingerath, denn so können sie nun mit einem Verwaltungs-Fachmann als Kandidat antreten. Und Wingerath ist sich sicher, dass Tönnes es auf jeden Fall in die Stichwahl schafft. Und dann ginge vielleicht auch noch mehr.