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Das WSeihnachtsgeschäft läuft in Ratingen gut an

Einkaufen in Ratingen : Das Weihnachtsgeschäft läuft gut an

Die Händler in Ratingen sind zufrieden mit dem Verkauf am ersten Adventswochenende. Viele Kunden wollen schon jetzt ihre Weihnachtsgeschenke besorgen, falls ein erneuter Lockdown kommt.

Am ersten Adventswochenende konnten sich die Ratinger Einzelhändler nicht über mangelnde Kundschaft beschweren. „Die Leute sind ziemlich rappelig“, meint Bernd Schultz vom Buch-Café Peter und Paula an der Grütstraße. „Sie wollen alles schnell bekommen.“

Sicher dürfte allen noch lebhaft in Erinnerung sein, wie im vergangenen Jahr der Lockdown kurz vor Weihnachten den Kauf von Weihnachtsgeschenken erheblich ausbremste. Nun bereiten die ansteigenden Inzidenzzahlen vielen Menschen Sorgen. Das meint auch Martina Waschull vom Deko-, Geschenkartikel und Möbelhaus Toskana an der Bechemer Straße: „Gerade diese Woche sind die Leute sehr bedacht, ihre Geschenke zu bekommen.“ Trotz allem sei aber die Atmosphäre ziemlich entspannt. „Die Leute sind alle sehr nett.“

Martina Waschull ist bewusst, dass die Situation mit den verschärften Maßnahmen nicht nur für den Einzelhandel, sondern auch für die Kunden nicht einfach ist. „Für besonders ängstliche Kunden bieten wir auch einen Lieferservice an“, sagt sie. Aber auch im Laden herrscht Hochbetrieb. „Es ist heute supervoll hier“, freut sie sich. Bernd Schultz ist ebenfalls zufrieden. „Wir haben die spannende Situation in Ratingen, dass der Weihnachtsmarkt stattfindet“, meint er. „Und der lockt die Leute zusätzlich in die Innenstadt.“

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Gerd Pfannkuchen vom „Pfannkuchen Hausrat“ an der Bahnstraße freut sich ebenfalls über die Nachfrage. „Wir liegen im Vergleich mit dem Vorjahr auf gleichem Niveau“, sagt er. „Und damals lief es auch sehr gut.“ Zwar gibt es den einen oder anderen Lieferengpass. „Vor allen Dingen bei Waren aus Übersee.“ Aber das ist kein großes Problem. „In unserem Bereich können wir auf andere Produkte ausweichen“, erklärt Gerd Pfannkuchen. Ist eine Pfanne nicht lieferbar, wird dem Kunden eine andere Pfanne vorgeschlagen.

Obwohl immer wieder im Gespräch war, dass das Papier knapp werde, kann auch Bernd Schultz nicht über Lieferschwierigkeiten klagen. „Bei den Büchern war das bisher noch nicht bemerkbar“, sagt er. Und Martina Waschull hat in weiser Voraussicht gehandelt. „Ich habe schon im Februar die Ware geordert“, verrät sie.

Vor allem der Samstag lockte mit seinem kühlen, sonnigen Winterwetter viele Menschen in die Ratinger Innenstadt, wo sie sich auf dem Weihnachtsmarkt und dem Hüttenzauber in Weihnachtstimmung bringen konnten. „Ich brauche zum Glück nicht so viele Weihnachtsgeschenke besorgen“, erzählt Nicole Berger. Für ihren Freund hat sie bereits ein Geschenk gekauft. „Und sogar schon eingepackt“, verrät sie. Nun ist sie auf der Suche nach einem Geschenk für ihre Mutter. „Ich habe aber schon eine Idee, was ich ihr schenken werde.“ Jens Förster dagegen ist in der Innenstadt unterwegs, um sich Anregungen zu holen. „Ich weiß noch überhaupt nicht, was ich an Weihnachten verschenken soll“, gibt er zu. „Aber es ist ja noch ein bisschen Zeit.“ Er hofft, dass es in diesem Jahr nicht zu einem Lockdown vor den Feiertagen kommen wird. „Das wäre echt übel“, meint er, „weil ich es noch nie geschafft habe, frühzeitig die Geschenke zusammen zu bekommen.“ Er lächelt. „Mir läuft vor Weihnachten immer die Zeit davon.“