Das Stadtfest in Heiligenhaus bringt Menschen zusammen

Heiligenhaus : Das Stadtfest führt Menschen zusammen

Vier Tage lang wurde gefeiert. Und dabei ging es international zu. Vertreter der Partnerstädte feierten mit, ebenso die griechische Gemeinde.

Das war ein Fest! Vier Tage lang begrüßten die Heiligenhauser und ihre Freunde den Sommer mit einem standesgemäßen Stadtfest und bei bestem Wetter im Zentrum: Damit wurde die Hauptstraße wieder zur regelrechten Feiermeile. „Super Stimmung“, „Tolle Veranstaltung“, „Da ist für jeden was dabei“, so die Lobeshymnen der Feierwütigen.

Kirmesstände, Leckereien, dazu am Wochenende Trödelstände und Vereinsmeile. Das Programm hat sich bewährt, denn hier dürfte tatsächlich jeder sein Plätzchen finden: Für viele hat sich die Sandlandschaft auf dem Kirchplatz zum heißersehnten Treffpunkt gemausert. Hier sorgen nicht nur die gewohnt hochkarätigen Duelle der Beachvolleyball-Profis für spannenden Sport mitten in der Stadt, sondern auch das Hobbyturnier (Siehe Infobox) für viel Vergnügen. Gleichzeitig feierte der TVH als Organisator mit einer Party im Flutlicht sein beeindruckendes Jubiläum. Das Heljensbad hilft mit Bad-Inventar dabei, das Strandgefühl so realistisch wie möglich werden zu lassen.

Auch der Rathausplatz wurde wieder zur Tummelfläche mit vielen Stadtfest-Fans: Hier stand die Begegnung ebenfalls im Fokus – nur eben ohne Beachvolleyball. Dafür aber mit ordentlich handgemachter Livemusik auf der Rathausbühne. Zum Beispiel von „Ready Steady Sixties“, der Coverband aus der Partnerstadt Mansfield. Schon zur Eröffnung stand der Fokus ganz besonders im Sinne der städtepartnerschaftlichen Beziehungen. Unter musikalischer Begleitung des VHS-Dudelsackensembles und Beethovens „Ode an die Freude“ – der Europahymne – wurde auf dem Rathausplatz die Flagge jeder Partnerstadt gehisst.

Bürgermeister Michael Beck eröffnete das Fest dann traditionell mit einem Vertreter jeder Partnerstadt. Die Stände mit Spezialitäten aus dem erzgebirgischen Zwönitz, dem französischen Meaux und den beiden britischen Städten Mansfield und Basildon gehören fest zur Begegnungsfläche vor dem Rathaus. In Zeiten von Brexit-Fragezeichen und einer Europawahl, bei der in allen vier Partnerstädten Europakritische Parteien hohe Wahlerfolge erzielten, wurde beim Stadtfest das Ja zu den Partnerstädten und damit auch das Bekenntnis zur europäischen Idee herausgehoben und besonders gefeiert. Umso deutlicher zeigt sich dabei, dass es engagierte Menschen braucht, die die Städtefreundschaften voran bringen und den Austausch aktiv fordern und fördern.

Märchenerzählerin Anna Molitor aus Heiligenhaus war im Märchenzelt im Rathausinnenhof zum ersten Mal dabei. Foto: Blazy, Achim (abz)
Besucher der Heiligenhauser Partnerstädte Mansfield, Basildon, Zwönitz und Meaux feierten die europäische Freundschaft. Foto: Blazy, Achim (abz)
Die Beachvolleyballer spielten am Kirchplatz. Foto: Blazy, Achim (abz)

Wie das partnerschaftliche Bemühen Freundschaften prägen kann, zeigte die internationale Frauengruppe mit Mitgliedern aus Mansfield, Meaux und Heiligenhaus: „Da die Standbesetzung von Meaux beim Stadtfest in den letzten Jahren dürftig war oder gar nicht zustande kam, gab es Verstärkung für den französischen Stand von vier Damen der internationalen Frauengruppe“, wie Mitglied Uschi Klützke erklärte und dabei ausführte, wie die Freundschaft gepflegt wird: So wohnten die Gäste in den deutschen Familien der Gruppe und allesamt bereiteten ein gemeinsames Abendessen zu. Klützke ist sich sicher, „dass die Begegnung die deutsch-französische Freundschaft sicherlich noch intensivieren wird.“ Und bestimmt nicht nur sie – das Stadtfest bringt eben Menschen zusammen.

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