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Coronavirus Ratingen: Viele Veranstaltungen abgesagt - die Sorge wächst

Absagen : Corona: Viele Veranstaltungen fallen aus

Der Krisenstab des Kreises hat Handlungsempfehlungen gegeben. Die CDU sagte mehrere Versammlungen ab.

Die Sorge um die wachsende Zahl der Corona-Infektionen beherrscht immer mehr das öffentliche Leben. Die Ordnungsämter der kreisangehörigen Städte und auch das Kreisgesundheitsamt erreichen angesichts der aktuellen Lage zahlreiche Anfragen hinsichtlich der Durchführung oder Absage geplanter Veranstaltungen.

Für Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern hat das Landesgesundheitsministerium per Erlass geregelt, dass derartige Veranstaltungen abgesagt werden.

Bei sportlichen Großveranstaltungen kommt eine Austragung nur ohne Zuschauerbeteiligung in Betracht. Bei Veranstaltungen mit weniger als 1.000 erwarteten Besuchern ist wie bisher eine individuelle Einschätzung erforderlich, ob und welche Infektionsschutzmaßnahmen zu ergreifen sind.

Vor dem Hintergrund dieses Erlasses und in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt hat der Krisenstab des Kreises den kreisangehörigen Städten für geplante Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern eine Reihe von Hinweisen und Empfehlungen an die Hand gegeben: Die Entscheidung, ob eine Veranstaltung ohne Weiteres oder unter Auflagen durchgeführt werden kann, verschoben oder abgesagt werden soll, sollte unter Heranziehung der Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) vor Ort in Absprache mit dem Veranstalter getroffen werden. Entscheidend sind die Zusammensetzung der Teilnehmer, Art und Typ der Veranstaltung sowie Möglichkeiten der Kontrolle im Falle eines Krankheitsausbruches.

Die CDU Ratingen hat sich kurzfristig dafür entschieden, die für den heutigen Donnerstag geplanten Bürgerversammlungen in Lintorf, Tiefenbroich und Hösel/Eggerscheidt abzusagen. Zudem wird die Bürgerversammlung der CDU in Ratingen Mitte am kommenden Dienstag entfallen. Auch die Lehrerfortbildungsreihe des Kreisintegrationszentrum zum Thema „Diskriminierung“, die am 19. März starten sollte, wurde gestrichen. Eine Veranstaltung, die heute im Ratinger Tragödchen stattfinden sollte, fällt ebenfalls aus.

Mittwochabend (18.30 Uhr) meldete die Kreisverwaltung, dass vier neue Erkrankte hinzugekommen seien. Somit beläuft sich die Gesamtzahl der Erkrankten derzeit auf 12 (9 in Erkrath, 2 in Langenfeld und 1 in Mettmann). Es gibt immer wieder negativ getestete Personen, dafür kommen neue Verdachtsfälle hinzu. Derzeit gibt es 7 begründete Verdachtsfälle (1 in Erkrath, 2 in Haan, 1 in Ratingen, 2 in Hilden, 1 in Mettmann, und einen in Wülfrath). Die Betroffenen wurden zuhause abgesondert. Weiteren Maßnahmen seien zunächst nicht erforderlich. Bei den Verdachtsfällen stehen die Testergebnisse noch aus.

Welche Auswirkungen der ministerielle Erlass auf die Stadt hat, wurde gestern auch auf einer Sitzung des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse beraten. Vom Grundsatz her bleibt es bei der Erkenntnis, dass die Krankheit bei den meisten Patienten einen leichten Verlauf nimmt. Als allgemeine Präventivmaßnahmen gibt das Kreisgesundheitsamt nach wie vor folgende Empfehlungen ab: Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen auch vor dem Coronavirus Husten- und Niesetikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (1 bis 2 Meter). Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten. Bei einem begründeten Verdacht (Symptome, Teilnahme an einer Veranstaltung, an der auch Infizierte teilgenommen haben) sollte der Hausarzt konsultiert werden, allerdings zunächst telefonisch.