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Initiative : Corona-Krise: Stadt hilft Senioren

Initiative : Corona-Krise: Stadt hilft Senioren

Es gibt ein sehr breites Bündnis der Unterstützung: Vereine und Organisationen machen mit.

Es gibt viele Fragen in diesen schwierigen Zeiten, vor allem im Kreis der älteren Menschen. Kann der Pflegedienst noch zu mir kommen? Was muss ich dabei beachten? Ich möchte nicht mehr aus dem Haus gehen, habe aber niemanden zum Einkaufen, wer kann mir helfen? Woher weiß ich, ob ich mich mit dem Coronavirus infiziert habe? Es sind Fragen wie diese, mit denen die städtische Seniorenkoordinatorin Rita Mitic und ihre Kolleginnen aus den Seniorenzentren am „Corona-Telefon“ (02102/550-5085) für Senioren konfrontiert werden.

„Die Menschen brauchen vor allem Kontakt und Zuspruch“, sagt Rita Mitic. Parallel dazu hat die Stadt gemeinsam mit der Freiwilligenbörse eine Vielzahl von Hilfsangeboten unterschiedlicher Organisationen vernetzt.

Sie werden gebündelt auf der städtischen Homepage dargestellt. Dort gibt es seit Ausbruch der Krise ein breit gefächertes aktuelles Info-Angebot zu allen Themen rund um Corona.

Gleich zu Beginn der ersten Einschränkungen des öffentlichen Lebens hat die Stadt einen Hilfsservice für Senioren eingerichtet. Ursprünglich als Schaltstelle zur Vermittlung von Einkäufen und ähnlichen Unterstützungsleistungen gedacht, hat sich die Nummer 02102/550-5085 zu einer allgemeinen Corona-Hotline für Senioren entwickelt. Über diese Nummer können drei Anrufe gleichzeitig entgegengenommen werden.

RP Gemeinsam Stark Logo Foto: RP/RP Atelier

An der Strippe sitzen die Seniorenkoordinatorin sowie Kolleginnen aus den städtischen Seniorenzentren. „Bisher war die Vermittlung von Einkaufshilfen gar nicht vordringlich“, sagt Mitic. „Die Menschen haben allgemein viele Fragen zu dieser sehr ungewöhnlichen Situation. Um möglichst viele beantworten zu können, haben wir uns selbst sehr schnell ein möglichst breites Wissen rund um Corona angeeignet.“

Und wenn sie mal doch nicht selbst helfen können, dann wissen sie meistens, wer es kann, und sie können die Ratsuchenden an die richtige Stelle lotsen – sei es in der Verwaltung, sei es an irgendeiner anderen Stelle in dem dicht geknüpften sozialen Netzwerk in Ratingen.

Und da die erfahrenen Kräfte aus den Treffs ihre Besucher gut kennen, melden sie sich manchmal auch selbst bei ihnen, um sich zu erkundigen, wie es ihnen geht und ob sie Hilfe brauchen.

Zusammenarbeit zwischen den sozialen Organisationen und Einrichtungen wird in Ratingen traditionell groß geschrieben. Nun ist dieses Bündnis besonders wichtig, um auf breiter Basis und effektiv zu helfen. So hat die Freiwilligenbörse eine erste Übersicht über Hilfsangebote erstellt, die ständig aktualisiert werden soll.

Hier ein aktueller Stand ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Die Awo Ratingen, Telefon 02129-3766955, E-Mail info@aworatingen.de, bietet Einkäufe, Postgänge, Medikamentenabholung in der Apotheke an.

Das Deutsche Rotes Kreuz Ratingen, Telefon 02102-25151, E-Mail fahrdienst@drk-ratingen.de kann Einkäufe, Arztfahrten und Apothekenfahrten erledigen.

Die Evangelische Kirchengemeinde Lintorf-Angermund, Telefon 0151-41453892, hat einen Einkaufsdienst eingerichtet. Außerdem bieten sich die Gemeindepfarrer als Gesprächspartner bei Ängsten und Einsamkeit an. Hier die Telefonnummern: Martin Jordan 0203-35961, Frank Wächtershäuser 02102-35961, Dr. Steffen Weishaupt 02104-7836330.

Die Evangelische Kirchgemeinde Ratingen hat unter dem Namen „Tütenhilfe“ einen Einkaufsservice eingerichtet, Telefon 02102-843317, E-Mail tuetenhilfe.ratingen@ekir.de.

Der Lotsenpunkt vermittelt Nachbarschaftshilfe, Telefon 0176-45702330, E-Mail mueller@skf-ratingen.de.

Die Miteinander-Freiwilligenbörse vermittelt ehrenamtliche Helfer an Hilfesuchende, Telefon 02102-7116-854, E-Mail info@freiwilligenboerseratingen.de.

Die Ratinger Demenzinitiative bietet ebenfalls an, Besorgungen in Geschäften, Apotheken und bei Ärzten (Rezepte) durchzuführen, Telefon 0170-9170043, E-Mail info@ratindemenz.de.

Beigeordneter und Sozialdezernent Harald Filip ermuntert die Senioren, die Hilfeleistungen in Anspruch zu nehmen. „Gehen Sie auf Nummer sicher! In dieser besonderen Situation müssen wir alle zusammenhalten. Sehr viele Menschen helfen, wo sie können.“

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