CDU: Verkehrskonzept für Ratinten-Ost gefordert

Ratingen : CDU fordert Verkehrskonzept für Ost

Anwohner in Ratingen Ost sind sauer: Von Verkehrsberuhigung kann keine Rede sein.  

Der Stadtteil Ratingen Ost hat sich längst zu einem Premium-Standort entwickelt – mit vielen Vor-, aber auch Nachteilen. Einen konkreten Zeitplan für das längst überfällige Verkehrskonzept Ost fordert die CDU-Fraktion: „Die gewerblichen Bauinvestitionen an der Balcke-Dürr-Allee schreiten voran. Jetzt müssen zügig der Ausbau der Verkehrsknoten Homberger Straße/Balcke-Dürr-Allee und daran anknüpfend der Balcke-Dürr-Allee erfolgen“, erklärt CDU-Ratsmitglied Marion Weber den entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion. Im Bezirksausschuss Ratingen Mitte soll deshalb die Stadt Ratingen über die Planungen, den Zeitablauf und Vorhaben des internen und externen Umsetzungsteams berichten.

„Es geht dabei auch um das in Teilen bereits vorgestellte Gesamt- Verkehrsgutachten von Balcke-Dürr-Allee bis K10n/Neanderstraße sowie  die Maßnahmen rund um Schwarzbachquartier und DKV-Erweiterungsgebäude.“ Die Ausweitung der Verkehrskapazität sei Voraussetzung für das Funktionieren des Gewerbe- und Wohnstandortes.

Ein Blick auf das Schwarzbach-Quartier: Die Bauarbeiten „an Deutschlands größtem flughafennahen Büroquartier“, so Thore Marenbach, Geschäftsführer der für die Umsetzung zuständigen Cube Real Estate aus Leverkusen, haben längst begonnen.

Bei Anwohnern und Mitarbeitern der Gewerbegebiete auf dem ehemaligen Industriegelände wächst derweil eine Sorge immer weiter: Die Verkehrssituation hat längst unerträgliche Ausmaße angenommen. Eigentlich sollte die Erweiterungen der Kreuzungsbereiche rund um das Gebiet längst erfolgt sein, aber die Baumaßnahmen verzögerten sich.

Nach Fertigstellung des Schwarzbach-Quartiers in etwa vier Jahren könnten bis zu 3500 weitere Pendler hinzugekommen sein. Von denen wird sicher nur ein kleiner Teil über die direkt angrenzende Bahnlinie in die Büros fahren. Welchen zusätzlichen Verkehr Kunden des geplanten Fitnessstudios oder der Gastronomie- und Hotelangebote verursachen, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt wohl nur mutmaßen. Der Investor, die britische Infrared Capital Partners, war seinerzeit die Verpflichtung eingegangen, sich an den Infrastrukturmaßnahmen finanziell zu beteiligen.

Das Schwarzbach-Quartier besteht aus mehreren Gebäudekomplexen  auf rund 100.000 Quadratmetern. Es ist nicht nur eines der größten Bauprojekte der Stadtgeschichte, sondern aufgrund der Nähe zum Flughafen, zur Bahnstrecke und zu den zentralen Autobahnen auch für die Projektentwickler von besonderer Bedeutung.

In Ratingen Ost hatte es seinerzeit auf Einladung der CDU eine Info-Veranstaltung gegeben. Mit dabei war auch Jochen Kral, der Technische Beigeordnete, der einige verkehrstechnischen Maßnahmen skizzierte. Einen konkreten Zeitrahmen konnte er allerdings nicht nennen – auch mit Verweis auf das neue Verkehrskonzept Ost.

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