Postskriptum Diese Woche In Unserer Stadt: CDU setzt Pesch unter Druck

Postskriptum Diese Woche In Unserer Stadt : CDU setzt Pesch unter Druck

Offener Brief, offene Kritik: CDU-Parteichef Patrick Anders, der für wohl bedachte Wortbeiträge bekannt ist, setzt Bürgermeister Klaus Konrad Pesch deutlich unter Druck - und spricht damit nicht nur den eigenen Parteimitgliedern aus der Seele. In einem Schreiben an den Verwaltungschef moniert Anders, dass wichtige Projekte und Maßnahmen in den Stadtteilen vernachlässigt oder gar nicht erst umgesetzt werden.

Beispielhaft nannte Anders die gefährliche Verkehrssituation an der Krummenweger Straße im Bereich der Überwege zur Jahnstraße und An der Schmeilt im Stadtteil Lintorf. Anders betonte in dem Schreiben, das der RP vorliegt: "Tag für Tag müssen zahlreiche Kinder diese stark frequentierte Straße auf ihrem Schulweg oder auf dem Weg zur Sportanlage Jahnstraße oder zum Allwetterbad überqueren. Nach wie vor fehlt es dort an einer sichereren und vor allem helleren Möglichkeit zur Querung der Straße - vor allem für Kinder."

Auch aus anderen Ortsteilen, etwa aus Hösel oder Breitscheid, werde vermehrt der Eindruck geschildert, "dass die dortigen Anliegen trotz der ohne Zweifel erforderlichen Prioritätensetzung teilweise ohne klare Umsetzungsperspektive zeitlich nach hinten verschoben werden".

Mit anderen Worten: Die Stadt vertröstet, kündigt an, vertröstet, kündigt an - und so weiter.

Der CDU-Parteichef fordert in seinem Schreiben, dass auch die vermeintlich kleinen Anliegen der Bürger berücksichtigt werden. Pesch soll darstellen, welche Maßnahmen er ergriffen hat, um die angespannte personelle Situation in der Verwaltung zu entschärfen.

Fazit: Die CDU setzt mit diesem Schreiben ein Zeichen. Der Unmut wächst. Pesch und sein Team müssen liefern.

norbert.kleeberg@rheinische-post.de

(RP)
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