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Leitungen : CDU-Fraktion hofft auf positives Pipeline-Urteil

Leitungen : CDU-Fraktion hofft auf positives Pipeline-Urteil

Im August soll das Oberverwaltungsgericht Münster entscheiden. Die Leitungen verlaufen auch über Ratinger Gebiet.

Es ist ein sehr großes Thema in der Region, zu dem es bereits einige Bürgerversammlungen gegeben hat. Seit über zehn Jahren setzt sich die CDU-Fraktion nach eigenen Angaben gemeinsam mit vielen Bürgern gegen die geplante CO-Pipeline ein.

Im August soll es eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster dazu geben. „Wir hoffen sehr, dass sich das Gericht gegen die Pipeline ausspricht. Es gibt genug Gründe, die dagegen sprechen“, so CDU-Ratsmitglied Jörg Maaßhoff.

Und eine neuer Aspekt sei noch dazu gekommen: „Das CO wird besonders zur Herstellung von Polycarbonat benötigt; Polycarbonat ist ein Kunststoff, der zum Beispiel für CDs verwendet wird – ein Markt, der ja bekanntermaßen in den vergangenen Jahren sehr schwächelt“, betont Maaßhoff. „Das ist ein wichtiger Aspekt, den man berücksichtigen muss.“

Die CO-Pipeline soll auf einer Länge von 67 Kilometern von Dormagen nach Köln auch durch den Kreis Mettmann und die Stadt Ratingen (Breitscheid, Eggerscheidt und Homberg) verlaufen. Die Rohre sind schon lange verlegt, doch fraglich ist mittlerweile neben vielen weiteren Detailpunkten auch, ob sie überhaupt noch benötigt werden.

Bayer hatte seine Kunststoffsparte (Material Science) 2015 abgespalten und als Covestro AG an die Börse gebracht. Covestro hat die fertige CO-Pipeline laut Produktionsvorstand Klaus Schäfer derzeit mit Stickstoff gefüllt, um sie vor Rost zu schützen. Und man überwacht sie.

Sollte das OVG grünes Licht für die Kohlenmonoxid-Leitung geben, würde es noch dauern, bis sie tatsächlich in Betrieb gehen kann. Denn Covestro hat sich verpflichtet, aus Sicherheitsgründen eine zweite Geo-Grid-Matte einzupflügen. Diese soll verhindern, dass etwa Bagger bei Bauarbeiten versehentlich die Pipeline beschädigen.