Freizeit : Streit um legales Grillen am Grünen See

Legales Grillen: Anwohner des einzigartigen Areals wie Horst Schubert sind von der Idee nicht gerade begeistert. Es gebe viel Ärger. Bürger hätten gemäß Gemeindeordnung den Antrag gestellt, legale Grillplätze am Grünen See zu schaffen. Für die bisherige Grillgemeinde sei dies absolut verständlich, für die zahlreichen Anwohner in unmittelbaren Bereichen (Brandenburger Straße und Nebenstraßen sowie Siedlung Felderhof) absolut unverständlich, betont Schubert.

Horst Schubert kennt das Gelände am Grünen See  aus dem Effeff. Er wohnt in unmittelbarer Nähe. Und er weiß genau, was in den Sommermonaten auf dem einzigartigen Areal abgeht: der ganz normale Wahnsinn nämlich.  Es gibt Zeitgenossen, die sich nicht an die Regel halten und einfach das tun, was nicht erlaubt ist.  Und das stört Schubert – und viele Nachbarn.

Bürger hätten gemäß Gemeindeordnung den Antrag gestellt, legale Grillplätze am Grünen See zu schaffen.  Für die bisherige Grillgemeinde sei dies absolut verständlich, für die zahlreichen Anwohner in unmittelbaren Bereichen (Brandenburger Straße und Nebenstraßen sowie Siedlung Felderhof) absolut unverständlich, betont Schubert.

„Grillen am Grünen See war schon immer verboten“, betont Schubert. „die Problematik war allerdings, dass die Stadt Ratingen in den vergangenen 20 Jahren ihre Aufsichtspflicht bei Verstößen und Fehlverhalten meiner Meinung nach vernachlässigt hat. Im Jahre 2019 wurden endlich kostenpflichtige Verbote ausgesprochen, die auch zum Teil zufriedenstellende Ergebnisse erzielten.“

Es sollen also legale Grillmöglichkeiten am Nordufer geschaffen werden (Volkardeyer Straße). „Bei den bisher bekannten Verhaltensweisen der Besucher glaubt doch wirklich keiner ernsthaft daran, dass sich die Besucher daran halten werden“, meint Schubert.

„Jeder, der an einem späten Sommerabend bis 2018 noch mal eine Runde gedreht hat, konnte feststellen, dass sich immer mehr Besucher an keine Vorschriften halten und erschwerend sogar noch nicht einmal einen Grill benutzen, sondern die Grillkohle direkt auf dem Boden entzünden.“

Das komplette Wohngebiet um den Grünen See bedanke sich für Nager und sonstiges Ungeziefer, für extreme, erhebliche Rauchschwaden sowie für sonstige Geruchsbelästigungen und unerträgliche Lärmbelästigungen, betont der Anwohner.   Die Vergangenheit habe gezeigt, dass selbst auswärtige Grillanhänger von der Masse der Besucher am Nordufer „die Nase voll hatten“.

 Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren zu diesem Thema politische Anträge und Überlegungen in der Verwaltung. Die CDU-Fraktion hatte in einem Antrag gefragt: Kann man legales Grillen einführen? Mit der Einrichtung von Grillmöglichkeiten, einem Bootssteg mit Tretbootverleih, Strand und Strandcafé könnte der Erholungscharakter des Parks Volkardey aufgewertet werden.

Anlässlich einer politischen Beratung wurde auch über einen Bürgerantrag diskutiert, der sich mit der Schaffung von legalen Grillmöglichkeiten am Grünen See beschäftigt hat. Die CDU-Fraktion hatte mit ihrem Antrag die Junge Union (JU) und deren Initiative unterstützt.

„Das Grillen am Grünen See sollte nicht nur für große Gruppen möglich sein, sondern vor allem auch für kleinere. Deswegen möchten wir uns für eine Ausweitung der legalen Grillmöglichkeiten am Grünen See einsetzen. Das wäre vor allem für Familien und junge Ratingerinnen und Ratinger ein enormer Gewinn“, meinte die JU.

Durch den gezielten Austausch mit der Jugend sei letztlich die Idee aufgekommen, das Grillen am Grünen See zu ermöglichen. In der JU konnte man sich über das Thema schnell einig werden: „Ja, wir würden das Angebot auch selber nutzen. Wir haben schon vorher manchmal die Grillhütte genutzt, aber wenn man mit kleineren Gruppen unterwegs ist, wäre eine Ausweitung der legalen Grillmöglichkeiten einfach von Vorteil“, hieß es.

 Wie kann das Nordufer des Grünen Sees im Erholungspark Volkardey besucherfreundlicher umgestaltet werden? Wie kann die Infrastruktur für den Wassersport verbessert werden? Antworten auf diese Fragen soll nun eine Machbarkeitsstudie geben. Schubert und die Anwohner werden die weitere Entwicklung am Grünen See genau beobachten.