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Bürgerbus Heiligenhaus fährt vier neue Haltestellen an

Zusätzliches Angebot : Bürgerbus fährt vier neue Haltestellen an

Der Bürgerbus Heiligenhaus rollt eine weitere Runde durch die Stadt: Seit Anfang der Woche fährt er nun auch durch die Oberilp. Weitere Fahrer werden ständig gesucht.

Den Wunsch gab es eigentlich schon, seit der Heiligenhauser Bürgerbus seine Fahrt durch Innenstadt, Nonnenbruch und Wassermangel aufgenommen hat, doch auf die Erfüllung musste man in der Oberilp warten, zu Beginn dieser Woche war es dann endlich soweit: Der Bürgerbus rollt nun auch eine Runde durch den Stadtteil.

Seit dem Fahrplanwechsel am Montag hält das Gefährt damit an vier frisch eingerichteten Haltestellen, die sich nun im Streckenverlauf zwischen die „Weilenburgstraße“ und die „Harzstraße“ schieben. Einsteigen kann man nun auch an den Haltestellen „Rhönstraße“ (jeweils x.44 Uhr), direkt hinter der Einmündung der Eifelstraße, kurz darauf an der Haltestelle „Oberilp“ auf Höhe des Briefkastens am Europaplatz, darauf folgt der Halt in der Kurve vor dem „Oberilp Stadtteilzentrum“ (x.45 Uhr) und zuletzt an der Haltestelle „Eifelstraße“ (x.46 Uhr), zu finden an den Blumenkübeln der Harzstraße, vor der Einmündung Eifelstraße an der Haltestelle. Ab der Haltestelle „Harzstraße“ verschieben sich die Abfahrtszeiten der nachfolgenden Haltestellen jeweils um drei Minuten.

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Bereits 2015 wurde der Fahrplan mit einem weiteren Linienast, bestehend aus den beiden Haltestellen „Weilenburgstraße“ und „Harzstraße“, ergänzt. Dies sollte die ganze Ilp anbinden, denn mit der Haltestelle direkt an der Brücke, die über die Ruhrstraße führt, gibt es auch eine Verbindung in die Unterilp. Die beiden Stationen galten damals als Kompromiss, wie damals Rolf Watty, damaliger Vorsitzender des Bürgerbusvereins erklärte. Auf einer Seniorenveranstaltung der Oberilp sei zuvor der Wunsch nach einer Anbindung an eine Buslinie noch einmal bekräftigt worden. Watty sei damals bereits mit einer Karte der Gegend nach Hause gefahren und habe überlegt, wie diese Anbindung aussehen könnte – die „große Runde“ durch die Oberilp sei damals aber noch nicht umsetzbar gewesen. Hier konnte das ehrenamtlich arbeitende Bürgerbus-Team nun nachbessern. Eine Erweiterung in ihre Richtung könnten sich auch die Isenbügeler und Hetterscheidter vorstellen – aufgrund der Distanz bleibt das allerdings weiterhin ein schwieriges Unterfangen.

Der Bürgerbusverein dürfte trotzdem zufrieden auf das vergangene Jahr zurückschauen. Neben den finalen Planungen für die Westerweiterung der Strecke konnte im letzten Jahr bereits ein sehnlicher Wunsch des Teams erfüllt werden: Im Oktober stellten sie ihr nagelneues Schmuckstück vor, einen neuen Bus. Das neue Modell, ein VW T6.1 in Niederflurbauweise mit acht Fahrgastplätzen, ersetzte damit einen Mercedes Sprinter mit 300.000 Kilometern auf dem Buckel – der trotzdem für Notfälle erst einmal einsatzbereit bleibt.

Außerdem setzten sich im Dezember vier neue Fahrer ans Lenkrad des Bürgerbusses. Pandemiebedingt gab es Verzögerungen bei der Schulung durch die Rheinbahn als Konzessionsinhaberin. Mit 28 Köpfen bleibt die Zahl des Teams dabei stabil. Weitere Fahrerinnen und Fahrer werden aber trotzdem immer wieder gesucht. Zu den Voraussetzungen gehören ein Hör- und Sehtest sowie ein Reaktionstest. Außerdem muss in Düsseldorf eine Beobachtungsfahrt absolviert werden. Die Teilnahme ist für die Absolventen der Tests kostenlos.

Weitere Informationen zur Strecke, Kosten oder der Zulassung als Fahrer gibt es auf www.buergerbus-heiligenhaus.de