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Bürger-Union Ratingen will ausgefallene Aktion nachholen

Sauberes Ratingen : BU macht sich für Dreck-weg-Tag stark

Nach Anregungen von Bürgern möchte die Ratinger Fraktion die ausgefallene Aufräumaktion im Spätsommer nachholen. Das sei auch coronakonform möglich, so die Bürger-Union in einem Antrag.

Längst ist der jährliche Dreck-weg-Tag in Ratingen Tradition geworden. Dutzende von Freiwilligen sammeln seit 2002 im Stadtgebiet Unrat ein und sorgen dafür, dass Ratingen wieder blitzblank wird. In diesem Jahr machte Corona dem ehrenamtlichen Treiben einen Strich durch die Rechnung. Die Stadt sagte den für den 27. Februar anberaumten Frühjahrsputz ab.

„Eine Aktion, die von ihrem Gemeinschaftserlebnis lebt, ist unter den aktuellen Schutzbedingungen nicht durchführbar. Wegen der jahreszeitlichen Zwänge (Naturschutz, Vegetationssituation) und der auch für die nächsten Monate unklaren pandemischen Lage ist auch eine Wiederholung zu einem späteren Zeitpunkt im Laufe des Jahres nicht möglich“, hieß es im Februar von der Verwaltung. Die Bürger-Union (BU) macht sich jetzt dafür stark, die Aufräumaktion doch noch stattfinden zu lassen.

„Aus der Bürgerschaft haben wir nach der Absage des diesjährigen Dreck-Weg-Tages zahlreiche Anfragen und Beschwerden erhalten“, so die Bürger-Union. „Bürger haben ihr Unverständnis über die Absage erklärt und den Wunsch auf eine Neuterminierung der Veranstaltung zum Ausdruck gebracht.“

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Die Bürger-Union schließt sich diesem Wunsch an. „Sinn und Ziel einer solchen gemeinschaftlichen, umweltdienlichen und imagefördernden Aktion liegen auf der Hand“, so die Fraktion. In benachbarten größeren Städten wie Essen und Düsseldorf seien die Frühjahrsputzaktionen in gewohnter Form und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Schutzmaßnahmen erfolgreich „ohne Reibungsverluste“ durchgeführt worden, so die BU.

„Die Organisation dürfte mittlerweile ein Routine-Vorgang darstellten und eine professionelle Umsetzung dürfte mit den vorhandenen personellen und materiellen Ressourcen gewährleistet sein“, vermutet die BU. Alle Teilnehmer würden registriert, seien somit nachvollziehbar, an der frischen Luft und geschützt vor gefährlichen Aerosolen. Auf die sonst übliche Abschlussveranstaltung mit einem Get-together der Teilnehmer solle pandemiebedingt natürlich in diesem Jahr verzichtet werden. 

In einem Antrag bittet die BU nun die Verwaltung, den Vorschlag, eines Dreck-weg-Tages zu prüfen und umzusetzen. „Wir könnten uns eine Umsetzung im Spätsommer 2021 sehr gut vorstellen“, heißt es.