Heiligenhaus: Brücken-Kur für Fahrradfans

Heiligenhaus: Brücken-Kur für Fahrradfans

Es steht noch viel Arbeit an, bevor die Vision vom vernetzten Panorama-Radweg auf der alten Bahntrasse für touristische Furore sorgen kann. Nächsten Donnerstag ist "Unterstützertag" zwecks Rühren der Werbetrommel.

Ein weiterer kleiner Schritt hin zum großen Plan: Im Zuge der weiteren Brückensanierung im Verlauf des Panorama-Radwegs wird derzeit der zweite Teil der Brücke Ruhrstraße-Süd (über der Jagdhütte) saniert. Dazu wird zunächst in dem östlichen Teil des denkmalgeschützten Viadukts das Geländer abmontiert, dann die Gesimse der Brücke saniert und die Abdichtung, wie bereits im ersten Bauabschnitt erneuert. Das alles dient dem Erhalt der Brücke, teilen die Baufachleute der Stadt mit.

Zur erstmaligen Eröffnung der ehemaligen Eisenbahnbrücke für den Fußgängerverkehr hatte die Stadt 2008 auf eigene Kosten die Geländer der Brücke nachgerüstet und repariert, sowie weiteren Rostfraß mit dem Anstrich in leuchtendem Rot gestoppt. Eine Gussasphaltschicht verhindert zudem, dass sich die Konstruktion, wie in früheren Jahren, mit Wasser derart vollsaugt, dass sich in der Folge Stalaktiten bilden. Mit der seit Mitte 2009 laufenden Förderung des Panorama-Radwegs durch das Land NRW kann nun auch im zweiten Teil der Brücke die Abdichtung unter die neuen Gesimse gezogen werden. Aufgrund der nötigen Demontage des Geländers muss die Brücke für den Fußgänger und Radverkehr für die Bauzeit gesperrt werden. Die Verwaltung bittet dringend darum, die Absperrung zu beachten. Ende April sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, was allerdings vom Wetter abhängt.

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Die Vision, laut Projektbeschreibung auf der städtischen Homepage: "Später soll dieser Radweg in ein touristisches Gesamtnetz eingebunden werden, dem unter der Dachmarke Panorama-Radweg eine weitere Wegeführung nach Norden und Süden angehört. Dadurch entsteht der drittlängste Bahnradweg Europas." Konkret kann sich der technische Beigeordnete Harald Flügge vorstellen, "schon auf dem Unterstützertag für den Gedanken zu werben, dass sich mit dieser Strecke Marketing verbinden lässt". Gedacht ist dabei an Unternehmer ebenso wie ans Gastgewerbe. "In den drei beteiligten Verwaltungen ist klar: Das wird ein Riesenthema", verspricht Flügge. "Hier tut sich etwas besonders Wertvolles." Folglich habe es keinen Sinn, wenn die Städte einzeln ihre Stücke Radweg im Auge hätten. Im Fall Heiligenhaus sind das acht Kilometer mitsamt 13 Brücken. Der Kreis für den Unterstützertag ist handverlesen, Flügge rechnet mit über 100 Teilnehmern. Sie werden exklusiv erfahren, wann der "PanoramaRadweg" (so die Schreibweise der künftigen "Marke") offiziell eröffnet werden wird. KOMMENTAR

(RP)