Auftritt : Bläser ziehen in die AHI-Location um

Auftritt : Bläser ziehen in die AHI-Location um

Städtische Musikschule sucht wegen Wasserschadens im Stadttheater ein Ausweichquartier.

Drei Orchester mit insgesamt mehr als 110 Blasmusikern spielten zum Neujahrskonzert, nicht wie geplant im Stadttheater, das immer noch wegen des Wasserschadens für Aufführungen nicht zur Verfügung stand, sondern im Ausweichquartier der AHI Location an der Kaiserswerther Straße. Musikschulleiter Paul Sevenich und Bürgermeister Klaus Pesch waren maßgeblich involviert, so dass in kürzester Zeit die Location zur Verfügung stand.

Paul Sevenich begrüßte hoch erfreut an die 700 Besucher, darunter den Bürgermeister Klaus Pesch, den stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Diedrich, den zuständigen Dezernenten Rolf Steuwe und  viele Damen und Herren aus Rat und Verwaltung, sowie die Musikschulleiterin der Musikschule Mülheim, Bärbel Frensch-Endreß. Das Bläser-Vororchester der Ratinger Musikschule begann mit „Circle of Life“ von Elton John. Für den erkrankten musikalischen Leiter Ralf Meiers sprang (wer auch sonst?) Paul Sevenich gerne ein. Die jungen Musiker zeichneten sich durch saubere Tongebung und großartige Spielfreude aus. Den „March of the Trouts“ von Alfred Bösendorfer war dem Forellen-Quintett Franz Schuberts nachempfunden und wurde ebenso wie der „Tiger Rock“ rockig gespielt und begeistert vom Publikum entgegengenommen.

Gespannt war man auf das Blasorchester der Musikschule Mülheim an der Ruhr unter der Leitung von Kathrin Simons, das jetzt auf der Bühne Platz nahm.  Kathrin Simons, eine quicklebendige, humorvolle Leiterin, moderierte ihren Part erfrischend heiter und lustig. Die Filmmusik zu „Madagascar“ von Hans Zimmer sowie „Crazy Little Thing Called Love“ von Freddie Mercury und „Concerto d‘ Amore“ von Jacob Haan bereitete dem Publikum sichtbares Vergnügen.

Einen Ausflug in die „Sinfonische Blasmusik“ wagte Kathrin Simons dann mit „Danzon Nr.2“ von Arturo Marquez. Die ausstrahlende Lebensfreude, die dieses Stück mit hohen Schwierigkeiten vermittelt, wurde gekonnt von den Mülheimer Bläsern wiedergegeben. Als Zugabe folgte noch „Avengeres Endgame“ von Alan Silvestri. Mit tosendem Applaus ging es in die Pause.

Den zweiten Teil des Programms, nun wieder unter der Leitung von Paul Sevenich, gestaltete das Jugendblasorchester der Ratinger Musikschule zunächst mit „An Irisch Rhapsody“ von Clare Grundman. Dieser wunderschöne Reigen  irischer Volkslieder wurde äußerst empfindsam in einem super Sound ausdrucksstark gespielt.  Im folgenden Stück „Elton John in Concert“ waren bekannte Titel wie Rocked Man, Nikita sowie die Blues-Eyes-Ballade zu hören.

„A Tribute to Lionel“ von André Waignein stand nun auf dem Programm.  In dieser zweiteiligen Komposition für Vibraphon und Blasorchester vibrierte und brillierte Kilian Enzweiler großartig am Vibraphon. Im ersten Teil kamen die satten, warmen Klänge des Soloinstrumentes voll zur Geltung. Der zweite Teil, im Stil des weltberühmten Jazz-Vibraphonisten Lionel Hampton geschrieben, begeisterte das Publikums zu lautstarken Bravo-Rufen.

„The Witch and the Saint“ führt das Publikum musikalisch ins finsterste Mittelalter. Donnernde Pauken, gregorianische Gesangsmotive, Oboen- und Flötensoli und immer wieder Kirchenglocken bilden eine Tonmalerei, die man mit „Kino für die Ohren“ bezeichnen kann. Die Highlights der Filmmusik aus dem Film „La La Land“ bildete den Abschluss dieses gewaltigen Konzerts. Beide Ensembles beschlossen den Abend dann mit der gemeinsamen Zugabe: dem süddeutschen Stimmungsmarsch „So leben wir“.