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Bilanz: Ein eher ruhiger Sessionstart in Ratingen

Einsätze am Altweibertag : Bilanz: Straßenkarneval startet eher ruhig

Polizei, Feuerwehr, Hilfs- und Ordnungsdienste waren zu Altweiber dennoch gefordert.

(jün/köh) Nach erster Bewertung der Polizei im Kreis Mettmann gab es insgesamt einen eher ruhigen Start in die sogenannte „fünfte Jahreszeit“ am Altweibertag. Karnevalisten im Kreis Mettmann feierten gewohnt ausgelassen und überwiegend friedlich. Dabei führte wohl das Wetter, mit zum Teil starken Regenfällen und kalten Winden, offenbar sehr oft dazu, dass viele Närrinnen und Narrhalesen lieber zu Hause blieben oder in geschlossenen Räumen feierten.

Bei kreisweit angekündigten polizeilichen Kontrollmaßnahmen im Verkehr wurden zwei Fahrzeugführer entdeckt, die trotz aller Warnungen unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen standen. In Velbert kam es am späten Donnerstagabend, gegen 21.50 Uhr, leider sogar zu einem Verkehrsunfall mit Trunkenheit.

Aus aktuellem Anlass weist die Polizei im Kreis noch einmal daraufhin, dass sie auch in der verbleibenden Karnevalszeit verstärkt Verkehrskontrollen durchführen wird, um Alkohol- und Drogenfahrten zu erkennen und möglichst rechtzeitig zu beenden, bevor sie schlimmere Folgen zeigen.

Die Bilanz des Ratinger Ordnungsdienstes: „Wir hatten beim Sturm auf das Rathaus und der Jugendparty auf dem Marktplatz eine ausgelassene und friedliche Stimmung, obwohl es mit rund 2200 Besuchern wieder sehr voll war“, resümiert Ordnungsdezernent Harald Filip. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD), der mit 13 Einsatzkräften vor Ort war, musste dennoch das eine oder andere Mal einschreiten. Trotz eines vergrößerten Angebotes an kostenfreien öffentlichen Toiletten wurden durch die Dienstkräfte des KOD insgesamt 16 Wildpinkler in flagranti erwischt, von denen sechs so uneinsichtig waren, dass sie nicht einmal ihre Personalien gegenüber den Ordnungsbediensteten angeben wollten. In diesen Fällen wurde die Polizei zur Personalienfeststellung hinzugezogen. Alle angetroffenen Wildpinkler werden in den nächsten Tagen Post vom Ordnungsamt bekommen und aufgefordert, ein Verwarngeld in Höhe von 55 Euro für das verbotswidrige Urinieren zu entrichten bzw. im Falle der Personalienverweigerung einen Bußgeldbescheid über 148,50 Euro (120 Euro Bußgeld + 28,50 Euro Gebühren) erhalten.

Insgesamt gab es 63 Jugendschutzkontrollen. Positiv aufgefallen ist, dass nur sieben Jugendliche illegal Alkohol mitführten. In allen Fällen wurde dieser direkt vor Ort vernichtet oder durch die Einsatzkräfte des KOD sichergestellt. Insgesamt mussten von der Feuerwehr und den eingesetzten Hilfsorganisationen des Malteser Hilfsdienstes, der Johanniter Unfall Hilfe und des Deutschen Roten Kreuzes 38 Personen mit Bezug zu den Feierlichkeiten transportiert werden, davon waren 16 Personen alkoholisiert. Neun Personen hatten sich Schnittverletzungen zugezogen. Zusätzlich wurden durch die Einsatztrupps weitere 36 Hilfsbedürftige versorgt, mussten aber nicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden.