Ratinger Projekt : Bis Oktober ausgebucht: Bienenlernkoffer kommen gut an

Seit Mitte Mai ist der „Kita-Bienenkoffer“ für die jüngeren Kinder in zehn Einrichtungen ununterbrochen im Einsatz. Im Koffer stecken viele Ideen.

Bienen sind beliebt, und die Bienenlernkoffer der Stadtverwaltung sind im Dauereinsatz: Kaum hatte das Amt Kommunale Dienste die beiden Lern- und Ideenkoffer im Mai angeschafft und die kostenlose Ausleihe kundgetan, klingelte das Telefon bei Klaus-Dieter Mönch ununterbrochen. Er koordiniert in der Abteilung Umwelt-, Klima- und Naturschutz das neue Umweltpädagogische Angebot für Kinder, das es in zwei Versionen gibt (für Vier- bis Siebenjährige und  für Schüler im Alter von acht bis zwölf Jahren). „Wir mussten die Ausleihdauer sogar erst einmal auf zwei Wochen begrenzen, um allen interessierten Einrichtungen gerecht werden zu können“, betont Amtsleiterin Michaela Maurer.

Seit Mitte Mai ist der „Kita-Bienenkoffer“ für die jüngeren Kinder in insgesamt zehn Einrichtungen ununterbrochen im Einsatz und bis Ende Oktober bereits ausgebucht. Auch für 2022 haben schon zwei Kitas reserviert. Der Koffer kommt bei den Kindern gut an, in ihm stecken viele Ideen, Handpuppen, Spiel- und Bastelanleitungen zum Ausprobieren und Experimentieren und sogar ein Bausatz „Mini-Bienenhotel“ für jede Einrichtung.

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Dass die Bienenlernkoffer auf so großes Interesse stoßen, begeistert auch den 2. Vorsitzenden des Ratinger Bienenzuchtvereins, Dr. Antonius Woltering. Damit die Kinder beim Bienenfrühstück auch leckeren Honig aus Ratingen probieren können, hat er die Spende kleiner Honiggläser zugesagt. Freie Kapazitäten gibt es bis in den Oktober noch beim Bienenlernkoffer II, der für Acht- bis Zwölfjährige geeignet ist und aktuell zum Beispiel auch als Ferienangebot für die älteren Kinder in Ogatas und Kinderfreizeitgruppen genutzt werden kann. Kurz vor Ferienbeginn hatte erst die Käthe-Kollwitz-Realschule, Zweigstelle Lintorf, als erste weiterführende Schule den Bienenkoffer zurückgegeben.

Biolehrerin Heike Seeger war mit ihrer 6. Klasse ganz angetan von dem umfangreich bestückten Bienenlernkoffer, auch das handwerkliche Arbeiten mit dem kleinen Bausatz „Mini-Bienenhotel“ aus der Inklusionswerkstatt „MenschenMutMacher“ kam gut an.

Der Ratinger Bienenzuchtverein besteht seit über 150 Jahren und hatte zusammen mit der Stadt immer schon den Umweltschutz fest im Blick. Den Wild- und Honigbienen geht es trotzdem nicht gut, Monokulturen in der Landwirtschaft, darüber hinaus Flächenversiegelungen und Gartenwüsten in den Städten oder der Griff nach Pestiziden machen ihnen das Leben schwer. Dabei ist ihre ökologische Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt unermesslich.

Vor diesem Hintergrund ermöglicht die Stadtverwaltung dem Ratinger Bienenzuchtverein die Nutzung zahlreicher Regenrückhaltebecken als zusätzliche Standplätze für die Bienenvölker in naturnaher Umgebung. „Wir pflegen ein Kataster mit Stellplätzen und Flugkreisen der Bienen, denn wir möchten, dass wir in Ratingen keine weißen Stellen ohne Bienenvölker haben“, so Woltering.

Bei Interesse am Bienenlernkoffer steht Klaus-Dieter Mönch unter Tel. (02102) 550-6734, E-Mail: klaus-dieter.moench@ratingen.de, als Ansprechpartner zur Verfügung.