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Corona : Betreuung fällt aus: Stadtverwaltung will Kita-Beiträge erstatten

Corona : Betreuung fällt aus: Stadtverwaltung will Kita-Beiträge erstatten

Die Stadt hat weitere Maßnahmen angekündigt. Jetzt werden die Kultureinrichtungen geschlossen. In der Stadtbibliothek gibt es einen Online-Service.

(RP) Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, hat die Landesregierung NRW am Wochenende weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens erlassen, die auch in Ratingen umzusetzen sind (https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/erlass_kontakt_reduzierende_massnahmen.pdf). Veranstaltungen dürfen nun grundsätzlich nicht mehr durchgeführt werden, es sei denn, sie sind für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der Daseinsvorsorge erforderlich.

Eine Reihe von Einrichtungen, in denen sich regelmäßig Menschen versammeln, auch private, sind zu schließen. Schließlich reduziert die Stadtverwaltung ihren Publikumsverkehr auf das unbedingt Notwendige.

Gleichzeitig richtet die Stadt eine Hotline ein, unter der besonders durch die Situation betroffene Menschen – Senioren und gesundheitlich geschwächte Menschen – Hilfe anfordern können.

Kultureinrichtungen Die städtischen Kultureinrichtungen bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Zu den Einrichtungen zählen das Museum Ratingen, das Spielzeugmuseum, das Stadtarchiv, die Stadtbibliothek und deren Zweigstellen sowie die Touristinformation und der Ticketverkauf des Kulturamtes. Allerdings hält die Stadtbibliothek noch ihren Online-Service für registrierte Nutzer aufrecht: Mit einem Internetzugang, dem Bibliotheksausweis und dem Online-Passwort kann man von zuhause aus weiterhin auf das Angebot des „medien-ladens“, die „Onleihe“ der Stadtbibliothek, zurückgreifen. So können ohne Zusatzkosten Bücher, Zeitschriften und Hörbücher rund um die Uhr für E-Book-Reader, Tablets und PCs ausgeliehen werden.  Alle Einrichtungen sind weiterhin unter den bekannten Kontaktdaten telefonisch und per E-Mail erreichbar.

Verwaltung allgemein/Büchereien

Der Publikumsverkehr in allen Bereichen wird auf das absolut Notwendige heruntergefahren. Die Besucherinnen und Besucher werden dringend gebeten, mindestens zwei Meter Abstand zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie zu anderen Besuchern zu halten. Unter dieser Prämisse können auch das Medienzentrum und die Stadtteilbüchereien weiter geöffnet bleiben.

Schließungen

Bereits am Freitagabend hatte der Stab für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Ratingen die Schließung zahlreicher Einrichtungen beschlossen: alle städtischen Sportstätten einschließlich der Eissporthalle, Angerbad, Allwetterbad Lintorf, alle städtischen Seniorentreffs, Jugendzentren und Clubs, städtische Musikschule, VHS. Restaurants und Gaststätten dürfen ebenso wie Bibliotheken offen bleiben, wenn sie Auflagen erfüllen wie: Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, Reglementierung der Besucherzahl, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Tischen von zwei Metern, Aushänge mit Hinweisen zur richtigen Hygienemaßnahmen.

Kinderbetreuung

 Am vergangenen Freitag hat die Landesregierung die Schließung von Schulen und Kitas bis zum 19. April verfügt. In Ratingen hat Bürgermeister Klaus Pesch gemeinsam mit den Vorsitzenden der im Rat vertretenen Fraktionen beschlossen, dass die Kita-Beiträge und Verpflegungsentgelte für den Zeitraum des Betreuungsverbots erstattet werden – außer natürlich, man gehört zu dem Kreis, der eine Notversorgung in Anspruch nehmen kann. Im Laufe des Wochenendes hat die Landesregierung genauer definiert, welchen Personengruppen die Notversorgung vorbehalten ist. Wenn ein alleinerziehendes Elternteil oder beide Eltern in einem systemrelevanten Beruf tätig sind, können sie ihr Kind weiter betreuen lassen.