Ratingen Berliner Platz: Umbau geplant

Düsseldorf · Das Einkaufszentrum in West ist ein Bild des Elends. Leerstehende Ladenlokale, kaum Kundschaft und der allgemein schlechte Zustand machen den Einzelhändlern zu schaffen. Es gibt nur wenige Schilder.

Es steht nicht gut um den Berliner Platz: Was Einwohner und Einzelhändler schon lange wissen, haben sich jetzt Politiker und Stadtverwaltung zu Herzen genommen. Denn nicht nur, dass der Berliner Platz im Herzen des Stadtteils für viele ein Schandfleck und auch Angstraum ist, er schreckt auch viele Menschen ab, ins Einkaufszentrum zu gehen. Das Resultat: Leerstand der Ladenlokale und miese Stimmung bei den verbliebenen Händlern.

So auch bei Margret Kühle-Schläder. Sie betreibt Apotheken am Ärztehaus und im Einkaufszentrum, ist Vorsitzende der neu gegründeten Werbegemeinschaft "Best in West" und machte im Bezirksausschuss West ihrem Ärger gehörig Luft. Denn die Einzelhändler im Einkaufszentrum kämpfen ums reine Überleben, der Leerstand zeigt, wie viele diesen Kampf nicht gewonnen haben.

Kaputtes Pflaster, mieses Licht

Gründe für die Misere gibt es laut Kühle-Schläder viele: Zum einen fänden viele das Einkaufszentrum gar nicht mehr, weil es beispielsweise durch einen großen Parkplatz beim Discounter völlig verdeckt werde. Es gebe kaum Schilder, die auf das Zentrum hinweisen und wenn, dann seien sie viel zu klein. Dazu komme der schlechte Zustand des Berliner Platzes. Wild wuchernde Bäume, ungepflegte Blumenbeete, ein Sammelsurium an nicht zueinander passenden und kaputten Pflastersteinen und vor allem die schlechte Beleuchtung, die seit Jahren nicht gereinigt beziehungsweise erneuert werde, seien verantwortlich für das schlechte Bild.

Margret Kühle-Schläder hat aber noch ein ganz anderes Problem. "Wenn ich Notdienst habe, finden mich viele Kunden nicht, weil es keine Schilder gibt." Und durch den Wegfall von "Frequenzbringern" wie Lottoannahmestelle, Schreibwarenbedarf, Verkauf von Rheinbahnfahrkarten und Cafés bleibe die Laufkundschaft fern.

All diese Probleme zu lösen, wird eine schwierige Aufgabe, da waren sich alle einig. Dennoch beschlossen Politik und Verwaltung einige erste Maßnahmen, um die Situation zu verbessern. 66 000 Euro stellt die Verwaltung zur Verfügung, um den Berliner Platz attraktiver zu machen.

Das Pflaster zwischen Ärztehaus, Berliner Bären und dem mittleren Scheibenhaus soll erneuert werden, die Bäume beschnitten und die Blumenbeete und Ampeln ersetzt werden. Außerdem soll die Beleuchtung künftig regelmäßig gereinigt werden. In Gesprächen mit der LEG wolle man zudem versuchen, die Mieten moderater zu gestalten und es den Einzelhändlern einfacher zu machen.

(RP)
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