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Ratingen: Bergischer Kunstpreis lockt Bewerber

Ratingen : Bergischer Kunstpreis lockt Bewerber

Die Bewerbungszeit für die Internationale Bergische Kunstausstellung im Kunstmuseum Solingen hat begonnen.

Die Bewerbungszeit zur 67. Bergischen Kunstausstellung hat begonnen. Sie endet am 14. März. Eine Woche später wird eine siebenköpfige Jury darüber entscheiden, wer in diesem Jahr den Bergischen Kunstpreis erhält und welche Künstler ab Anfang Juni Werke auf der Kunstschau im Gräfrather Museum zeigen dürfen.

Zum zweiten Mal sponsert die National-Bank den mit 3500 Euro dotierten Internationalen Bergischen Kunstpreis. Auch einen Publikumspreis wird es in diesem Jahr wieder geben. 1500 Euro hat die Solinger Stadt-Sparkasse für den Preisträger ausgelobt, den die Besucher der Ausstellung wieder mittels Stimmzettel bestimmen werden.

Ausgeschrieben ist der Bergische Kunstpreis für professionelle Künstlerinnen und Künstler, die eine akademische Ausbildung besitzen, oder die sich gerade in der Ausbildung befinden. Alle Bewerber müssen durch Herkunft, Arbeits- oder Ausbildungsstätte einen Bezug zur Region des Bergischen Landes haben. Wobei — bedingt durch die Kunstakademie — auch Düsseldorf zum Bergischen zählt.

Nicht bewerben dürfen sich Künstlerinnen und Künstler, die in den letzten fünf Jahren bereits in einer Bergischen vertreten waren. Sie dürfen nur an der Ausstellung teilnehmen, wenn die Jury ihnen den Kunstpreis zuspricht. Bewerben kann man sich mit Abbildungen von Gemälden, Grafiken, Skulpturen, Fotografien, Videos und Installationen. Originale müssen nicht eingereicht werden. Alle Arbeiten sollten aktuell und nicht älter als drei Jahre sein.

283 Mappen wurden der Jury 2012 zur Begutachtung vorgelegt. In diesem Jahr setzt sich das Auswahlgremium zusammen aus: Gregor Jansen (Direktor der Kunsthalle Düsseldorf), Stefanie Kreuzer (Museum Morsbroich, Leverkusen), Gertrud Peters (Künstlerische Leiterin von Kunst im Tunnel, Düsseldorf), Andreas Bee (Künstler), Gisela Elbracht-Iglhaut sowie Thomas A. Lange, Vorstandsvorsitzender der National-Bank, und Karin Christoph, Leiterin der Unternehmenskommunikation des Essener Geldinstitutes mit Zweigstelle in Wuppertal.

"Dass die National-Bank in der Jury gleich zweimal vertreten ist, freut mich natürlich. Zeigt es doch das Interesse der Bank an der Ausstellung", erklärt Elbracht-Iglhaut, stellvertretende Leiterin des Kunstmuseums. "Zudem handelt es sich bei Lange und Christoph um zwei kompetente Kenner der jungen Kunstszene."

Erstmalig in der Jury ist Andreas Bee, Künstler und Leiter der Kunststoffwerkstatt der Düsseldorfer Kunstakademie. "Ab diesem Jahr möchte ich immer auch einen Künstler oder eine Künstlerin in der Jury haben. Andreas Bee eignet sich hervorragend, denn er ist durch seine Arbeit an der Akademie auch ein intimer Kenner der Szene", so Elbracht-Iglhaut. Seit einigen Jahren schon in der Jury ist das Trio Jansen, Kreuzer und Peters. "Die drei sind so etwas wie der harte Kern der Jury. Aber auch da wird es im kommenden Jahr Veränderungen geben", kündigt Elbracht-Iglhaut an.

Apropos Änderungen: 2012 bekamen die Preisträger Leunora Salihu und Jochen Mühlenbrink neben dem Preisgeld auch eine Ausstellung in der Wuppertaler Zweigstelle der National-Bank. In diesem Jahr möchte die Bank nur die Preisträgerarbeit im Eingangsfoyer zeigen. Der Grund liegt auf der Hand: "Die Bank möchte den Fokus mehr auf das preisgekrönte Kunstwerk legen", begründet Elbracht-Iglhaut die Änderung.

(RP/rl)