Ratingen: Bechemer Carré wird zum Blickfang

Ratingen : Bechemer Carré wird zum Blickfang

Das Neubauprojekt an der Ecke Bechemer Straße/Europaring setzt städtebaulich einen besonderen Akzent.

Noch gibt es das Ganze nur als Modell. Doch schon jetzt zeichnet sich im Kleinen ab, dass das neue Bechemer Carré an der Ecke Bechemer Straße/Europaring zum großen Blickfang wird. Die Stelle (nur fünf Minuten vom Marktplatz entfernt) ist attraktiv – trotz des nicht unerheblichen Verkehrs. Planer, Investor und Stadt sind höchst zufrieden mit den Planungen.

„Es ist uns als Genossenschaft besonders wichtig, Wohnraum zu schaffen, der nicht nur eine Klientel bedient, sondern Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Lebenssituationen zusammenzubringt“, erklärt Juan Carlos Pulido, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Essen-Nord, die als Bauherr fungiert. Das Gebäude wird seinen zukünftigen Bewohnern 46 Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von rund 3.560 m², bieten. Die Größe variiert dabei zwischen 50 m² und 120 m² – es kann sich um eine kleine Single-Wohnung im Erdgeschoss oder beispielsweise um eines der vier jeweils zweigeschossigen Stadthäusern handeln, die in den Baukörper integriert sind. Die Ausstattung der Wohnungen wird wertig sein und mit einer voraussichtlichen Kaltmiete zwischen 10,50 und 11,50 € pro m² deutlich unter Ratinger Spitzensätzen liegen (die RP berichtete bereits).

Zudem profitieren zukünftige Bewohner vom genossenschaftlichen Grundsatz, Mieten langfristig stabil zu halten. „Die Miete wird von Jahr zu Jahr sogar attraktiver, betrachtet man die Mietpreissteigerungen im Umfeld. Gerade durch die Zusammenarbeit mit Essen-Nord können wir Menschen nachhaltigen und beständigen Lebensraum bieten. Das war eines unserer Ziele“, unterstreicht Jochen Kral, der Technische Beigeordnete. Zu allen Wohneinheiten gehören Pkw-Stellplätze in der selben Anzahl, die, dem gedrängten urbanen Umfeld entsprechend, in einer Tiefgarage realisiert werden.

Der viergeschossige Neubau ist ein „echter Hingucker“, da sind sich alle Beteiligten einig. Ein besonderes gestalterisches Element an der Fassade sind die vorgesehen Loggien. „Diese werden in lockerer Reihenfolge spielerisch platziert und fungieren gleichzeitig als Balkone für die darüberliegenden Wohnungen“, erläutert Architekt Holger P. Hartmann. Eine helle Fassade aus Klinkerriemchen mit einer horizontalen Bänderung sollen dem Gebäude Dynamik und Modernität verleihen, greifen aber auch Elemente des benachbarten Baudenkmals auf. Zu diesem schafft auch der helle und freundlich durchgrünte Innenhof einen direkten Bezug.

Bürgermeister Klaus Pesch betonte: „Dieses Grundstück war in Ratingen lange Zeit ein Problemkind, für das keine gelungene Lösung gefunden werden konnte. Mit dem Zutritt der WG Essen-Nord entwickelt es sich zu einer Glücksgeschichte, denn nun haben wir nicht nur ein Wohnobjekt, sondern zugleich eine städtebauliche Lösung, die sich perfekt zwischen Stadthalle und Innenstadt eingliedert.“

Im Zuge der Antragsverfahren gelang den beteiligten Akteuren noch ein weiterer Schachzug. Genossenschaft und Stadt tauschten einige Flächen des brachliegenden Baugrundstücks.

Durch die der Stadt zugesprochenen und an den bestehenden Stadtgarten angrenzenden Flächen kann eben jener erweitert werden und den Mehrwert für die Anwohner und Anlieger weiter steigern. Bereits im Frühjahr 2019 beginnt die Erschließung des Grundstücks von der Bechemer Straße aus.

Der vorliegende Wildwuchs wie auch die Bestandsbebauung werden beseitigt, und bei planmäßiger Umsetzung kann das „Bechemer Carré“ bereits im Winter 2020/Frühjahr 2021 seine ersten Bewohner begrüßen.

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