Heiligenhaus: Baubeginn auf dem Hochschul-Campus

Heiligenhaus: Baubeginn auf dem Hochschul-Campus

Bis Ende 2015 soll auf dem Kiekert-Areal an der Kettwiger Straße Raum für 400 Studenten entstehen.

Die Zeit der pünktlichen Bauarbeiten in der Stadt geht seit gestern weiter: Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW Dortmund hat mit den Erdarbeiten für die Baugrube des viergeschossigen Neubaus der Hochschule Bochum an der Kettwiger Straße in Heiligenhaus begonnen.

Martin Sternberg, Präsident der Hochschule Bochum. Foto: Blazy, Achim (abz)

Auf dem ehemaligen Kiekert-Areal entsteht ein Gebäudekomplex mit rund 10 000 Quadratmetern Bruttogrundfläche, der auf die Bedürfnisse einer Hochschule in enger Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft zugeschnitten ist. Am Standort werden duale Studiengänge (Kooperative Ingenieurausbildung, KIA, Kooperatives Ingenieurstudium, KIS), aber auch Bachelor- und Masterstudiengänge aus dem Bereich Mechatronik und Informationstechnologie in Vollzeit und Teilzeit angeboten.

So soll der Neubau an der Kettwiger Straße Ende 2015 aussehen. Die Gebäude sind U-förmig angeordnet, dadurch entsteht ein vielfältig nutzbarer Innenhof. Foto: Hochschule Bochum

"Mit dem Baubeginn tritt eine Entwicklung in eine neue Phase ein, die mit dem erfolgreichen Abschneiden im Fachhochschul-Ausbauwettbewerb des Landes 2008 und der Gründung des Campus Velbert/Heiligenhaus im Kreis Mettmann 2009 mit großen Erwartungen aller Beteiligten begonnen hat", blickt der Präsident der Hochschule Bochum, Martin Sternberg, zurück. "Um den Auftrag, die Ausbildung von Ingenieurinnen und Ingenieuren in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Region und die Forschung an praxisnahen Themen, zu erfüllen, bekommt der Campus Velbert/Heiligenhaus jetzt seinen endgültigen Ort mit einem angemessenen Gebäude und kann seine Funktion als nachhaltig wirkender Wissenschaftsstandort für den Kreis und die Region weiterentwickeln."

Mit Erdarbeiten in der Nähe der alten Kiekert-Hauptverwaltung begann gestern ein neues Kapitel für den Hochschulstandort. Foto: RP-Foto. A. Blazy
  • Studieren mitten in Heiligenhaus : Ein Campus wird Stadtteil

"Unsere langjährigen intensiven Planungen für den neuen Hochschulstandort werden nun umgesetzt", so der Standortleiter, Christian Weidauer, der die Neubaugestaltung maßgeblich mitgestaltet hat. Der Neubau wird genau auf die Bedürfnisse des Campus Velbert/Heiligenhaus zugeschnitten sein. Er bietet Platz für industrienahe Forschung und eine anspruchsvolle Lehre: Über das Erdgeschoss werden die beiden Hörsäle sowie die großen Seminarräume erschlossen. Auf dieser Ebene befinden sich ebenfalls die Eingangsanlagen und die Mensa. Ein Multitechnikum, gleichermaßen geeignet für Forschung und Lehre, erstreckt sich von hier aus über zwei Ebenen. Damit ist es groß genug für Industrieroboter und Fahrzeugstände.

Das erste und zweite Obergeschoss beherbergen fachspezifische Seminar-, Labor- und Büroräume für das Lehrpersonal und die Studenten. Im dritten Obergeschoss befinden sich Räume der Hochschulverwaltung, weitere Seminarräume und die Bibliothek. Die Technikräume für die Gebäudeversorgung sowie weitere Zugänge zu den Hörsälen und allgemeine Lagerflächen befinden sich im Kellergeschoss. In der Tiefgarage werden 32 Stellplätze untergebracht. Durch die U-Form des Gebäudes entsteht ein Innenhof, der für Veranstaltungen genutzt werden kann und zum Verweilen einlädt.

"Ich freue mich schon darauf, das Studienzentrum auch als Gebäude tagtäglich wachsen zu sehen. Diese Bauphase ist für unsere Region, die jungen Menschen und unsere Wirtschaft eine großartige Zeit. Ich kann kaum ausdrücken, wie dankbar ich allen Beteiligten für diese Entwicklung bin", betont der Heiligenhauser Bürgermeister Dr. Jan Heinisch. Er hatte gerade noch beim Neujahrsempfang der Hochschule symbolisch einen Spaten an das Hochschulpräsidium übergeben. Auch die heimische Wirtschaft freut sich über den Baubeginn. Schlüsselregion-Vorsitzender Ulrich Hülsbeck: "Wir brauchen einen attraktiven Campus in zentraler Lage, um junge Talente für das duale Studium und die Unternehmen in unserer Region zu gewinnen. Das war auch ein Kernpunkt in dem Konzept der Schlüsselregion und der Hochschule Bochum, mit dem wir den Campus in die Region geholt haben: Es muss einen Ort geben, an dem Hochschule und Region zusammenwachsen und der die Strahlkraft sichtbar macht, die der Campus schon jetzt für uns hat."

(RP/köh)
Mehr von RP ONLINE