Baubeginn in zwei Wochen: Bau des Schwarzbach-Quartiers beginnt

In zwei Wochen starten die Arbeiten auf dem riesigen Gelände in Ratingen Ost. Rund 40.000 Quadratmeter werden bebaut.

Die Stadt Ratingen darf sich in bester Gesellschaft fühlen mit diesem Areal, das bundesweit für Schlagzeilen sorgt. 40.000 Quadratmeter stehen an der Balcke-Dürr-Allee im Stadtteil Ost zur Verfügung, rund 100.000 Quadratmeter Nutzfläche werden im neuen Schwarzbach-Quartier angeboten. Wie die RP vorab erfuhr, werden die Bauarbeiten bereits in zwei Wochen starten. Wann das komplette Projekt beendet sein wird, ist noch offen. Für den ersten Bauabschnitt geht man von einer Fertigstellung im Jahr 2020 aus.

Martin Becker ist Teamleiter Bürovermietung bei Jones Lang Lasalle (JLL) in Düsseldorf. Der internationale Immobilienberater hat vom Grundstückseigentümer, dem britischen Infrastruktur- und Immobilieninvestor InfraRed Capital Partners, den Auftrag bekommen, das neue Quartier zu vermarkten. Becker weiß, dass es sich bei diesem Gelände angesichts der verfügbaren Fläche und der direkten Nähe zum Flughafen um ein riesiges Filetstück handelt, das nun auf dem Markt sozusagen häppchenweise (es gibt sechs Baufelder) angeboten wird.

„Das einstige Industrieareal wächst Schritt für Schritt zu einem modernen Büroquartier für Nutzer aus allen Wirtschaftszweigen heran“, betont Becker im RP-Gespräch. Das Unternehmen Cube Real Estate setzt die Maßnahmen als sogenannter „Service-Developer“ für InfraRed um. Verantwortlich für den städtebaulichen Masterplan und die Architektur der ersten beiden Hochbauten (Bürogebäude und Hotel) ist das Düsseldorfer Architekturbüro HPP.

Die Stadt hat jetzt grünes Licht für den Bau des ersten Bürogebäudes gegeben. Der viergeschossige Neubau entsteht auf einem 7.800 Quadratmeter großen Grundstück und bietet seinen künftigen Nutzern rund 19.000 Quadratmeter Mietfläche sowie eine zweieinhalbgeschossige Tiefgarage mit 450 Stellplätzen an.

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Das neue Quartier soll auch mit Blick auf die Architektur Maßstäbe setzen. Die Baufelder sollen sich locker um eine grüne Achse gruppieren und sollen ausdrücklich für alle Ratinger zugänglich sein. Das Zentrum des neuen Büroquartiers bildet ein großer Platz, der als Mittelpunkt des Standortes mit hoher Aufenthaltsqualität angelegt werden soll.

„Eine grüne Mitte bildet das kommunikative Rückgrat der gesamten Entwicklung“, erläutert die verantwortliche HPP-Partnerin Claudia Roggenkämper., „in diesem grünen Band ist eine zentrale Event-Fläche eingebettet.“

Das neue Quartier stellen sich die Planer als „integralen Bestandteil Ratingens“ vor. Man will auch am Abend und an den Wochenenden für Leben an der Balcke-Dürr-Allee sorgen, möglicherweise sogar mit Hilfe eines Fitness-Studios. Gastronomie ist auf jeden Fall fest eingeplant.

Der städtebauliche Grundriss soll den Höhenunterschied zwischen der Balcke-Dürr-Allee und dem entstehenden Ernst-Dietrich-Platz überwinden und so zwei Erdgeschosse schaffen, die durch gastronomische Nutzungen für Lebendigkeit sorgen sollen. Der Ernst-Dietrich-Platz wird komplett vom Autoverkehr freigehalten. Die Büros lassen sich individuell an die Anforderungen der künftigen Nutzer anpassen. Dank moderner Fassaden und Tragraster seien alle Flächen flexibel nutzbar, erläutert Becker.

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