Das erweitert die Chancen für den Aufstieg im Job Berufskolleg Niederberg vergibt erstmals Bachelor-Titel

Niederberg · Mit dem Titel „Bachelor Professional“ möchte das Berufskolleg ein besonderes Signal setzen: Berufliche und akademische Bildung sind niveaugleich.

 Das Berufskolleg Niederberg setzt neue Anreize.

Das Berufskolleg Niederberg setzt neue Anreize.

Foto: RP/Schlüsselregion

Niederberg (RP) Florian Dittmann freut sich sichtlich. Gemeinsam mit 17 weiteren Studierenden des Abschlussjahrgangs der Fachschule für Technik  hat er nicht nur seine Urkunde zum Staatlich Geprüften Techniker – Fachrichtung Maschinenbautechnik in der Tasche, sondern ist auch mit dem Bachelor Professional in Technik ausgezeichnet.

Diesen Titel hatte er nicht erwartet, als er sich vor vier Jahren für die Weiterbildung am Berufskolleg Niederberg entschied, sagt Dittmann und erzählt über die Herausforderung von Abendunterricht nach einem langen Arbeitstag, über die intensive und individuelle Betreuung durch die Fachlehrkräfte und die Vorteile einer überschaubaren Klassengröße, in der Teamgeist und gemeinsames Engagement großgeschrieben wurden. „Es war eine anstrengende und zugleich gute Zeit, und ich bin mir sicher, dass sich unser Einsatz beruflich auszahlen wird“, so seine abschließende Wertung. Dass die Absolventen etablierter Fachschulen wie den Velberter Fachakademien für Wirtschaft und Technik des Berufskollegs Niederberg nun neben der Bezeichnung „Staatlich Geprüfter Betriebswirt“ bzw. „Staatlich Geprüfter Techniker“ auch den Titel Bachelor Professional führen dürfen, deutet Frank Flanze, Schulleiter des BkN, als wichtiges Signal. „Die Zusatzbezeichnung bringt endlich die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zum Ausdruck. Der Begriff Professional unterstreicht zudem die große Praxisnähe schulischer Bildungseinrichtungen wie dem Berufskolleg Niederberg“, so Flanze.

„Ich sehe darin eine zusätzliche Wertschätzung und Aufwertung unserer dreijährigen Anstrengungen. Sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch bei internationalen Geschäftskontakten werden wir alle hier mit dem Bachelor anders wahrgenommen, weil man unsere Leistungen jetzt besser einzuschätzen und einzuordnen weiß“, ist sich die 36-jährige Kathrin Apeler-Springmann sicher, die sich wie die anderen 15 diesjährigen Absolventinnen und Absolventen der Fachakademie Wirtschaft in Zukunft nicht nur Staatlich Geprüfte Betriebswirtin, sondern auch Bachelor Professional in Wirtschaft nennen darf.

Davon ist auch Marcel René Rahner überzeugt. Als künftiger Bachelor Professional in Technik hat er sich mit acht weiteren Absolventen der Abschlussklasse schon für den Aufbaubildungsgang Betriebswirtschaft für Techniker eingeschrieben.